Familiendrama in Delmenhorst

20-jähriger Sohn ersticht Mutter

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Blutiges Ende eines Familienstreits: Polizeibeamte sichern Spuren in dem Wohnhaus, in dem ein 20-jähriger Sohn seine nur 17 Jahre ältere Mutter mit einem Messer tötete.

Delmenhorst - Ein Streit zwischen Mutter und Sohn hat in Delmenhorst bei Bremen ein tragisches Ende gefunden: Nach Angaben der Polizei erstach ein 20-Jähriger seine erst 37-jährige Mutter.

Mit dem Küchenmesser verletzte er außerdem seinen 15-jährigen Bruder schwer. Er liegt jetzt im Krankenhaus, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, teilte ein Delmenhorster Polizeisprecher am Freitag mit.

Ein Nachbar hatte am Donnerstagabend Schreie gehört und die Mutter blutend vor ihrem Haus entdeckt, wie die Deutsche Presseagentur erfuhr. Die Polizei teilte lediglich mit, dass offenbar ein Familienstreit zwischen Sohn und Mutter eskaliert sei. Die Gründe dafür seien noch nicht geklärt. Im Verlauf der Streitigkeiten habe der 20-Jährige zu einem Küchenmesser gegriffen und wiederholt auf Mutter und Bruder eingestochen. Danach sei er zunächst geflüchtet, konte aber nach kurzer Fahndung festgenommen werden.

Gegen ihn wird jetzt wegen eines Tötungsdelikts ermittelt, wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage sagte. Noch unklar sei, ob es sich um Mord, Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge handele. Das zu bewerten sei Sache der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Dort war für Auskünfte gestern niemand zu erreichen. Mit Rücksicht auf Opferschutz, Persönlichkeitsrechte und Datenschutz wollte die Polizei keine weiteren Details bekannt geben – nicht einmal zu der Frage, in welchem Stadtteil von Delmenhorst sich die Tat abgespielt hatte. Aus anderen Quellen wurde bekannt, dass es sich um das seit 1983 neu bebaute Gelände der stillgelegten Norddeutschen Wollkämmerei handelt. Hier stehen dicht an dicht überwiegend zweigeschossige weiße Wohnhäuser.

Die Familie, so erfuhr die HAZ, sei in den neunziger Jahren vermutlich aus Osteuropa zugezogen und habe „gerade so ihr Auskommen“. Der Tatverdächtige sei das älteste von vier Kindern. Ob es schon häufiger Streit gab, ist unbekannt. Der Vater soll in einem auswärtigen Unternehmen arbeiten. Angeblich war er gerade nicht zu Hause, als die Bluttat geschah.

Eckhard Stengel

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