Protest in Salzhemmendorf

2000 demonstrieren für Toleranz nach Anschlag

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Foto: Teilnehmer der Demonstration "Gute Nachbarschaft" gehen zu dem Wohnhaus, auf das in der Nacht ein Brandanschlag verübt wurde.

Salzhemmendorf - Rund 2000 Menschen haben nach einem Brandanschlag in Salzhemmendorf für Toleranz gegenüber Flüchtlingen demonstriert. Sie liefen vom Rathaus zu dem Wohnhaus, auf das der Anschlag verübt wurde.

Unter den Teilnehmern der Demonstration waren Mitglieder verschiedener Parteien und linker Gruppierungen. Auf Plakaten und bei Reden machten sie deutlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine Wilkommenskultur gegenüber den Flüchtlingen ist und den Anschlag auf das Wohnhaus verurteilt.

Hamelns Landrat Tjark Bartels rief zur Solidarität mit den Flüchtlingen auf. "Wir treffen uns heute zur guten Nachbarschaft in Salzhemmendorf", sagte der SPD-Politiker bei der Kundgebung. "Es war ein feiger Anschlag, ein rassistischer Anschlag, der hat uns alle schwer erschüttert."

Es sei die Pflicht, den Flüchtlingen zu helfen, sagte der Landrat. Wer sage, man könne den Ansturm von Flüchtlingen in Deutschland nicht bewältigen, habe nicht recht. "Wir haben noch eine ganze Menge an offenen Armen", sagte Bartels unter großem Beifall.

isc/kon/lni

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