Wegen Totschlags angeklagt

28-Jähriger enthauptet eigene Mutter

Göttingen - Ein 28 Jahre alter Mann soll seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung in Göttingen erstochen und ihr anschließend den Kopf abgeschnitten haben. Wegen seiner akuten Schizophrenie war seine Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt eingeschränkt – jetzt kommt er vor das Landgericht Göttingen.

Weil er Ende 2014 seine eigene Mutter getötet und anschließend enthauptet haben soll, kommt ein Mann aus Göttingen vor Gericht. Dem 28-Jährigen werde Totschlag vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag mit. Wegen einer akuten Schizophrenie sei die Schuldfähigkeit des Angeschuldigten einem Sachverständigengutachten zufolge zur Tatzeit zumindest erheblich eingeschränkt gewesen, sagte ein Sprecher.

Deshalb werde die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus angestrebt. Der 28-Jährige soll seine 48 Jahre alte Mutter, die noch zwei weitere Söhne hatte, am 18. November 2014 in der gemeinsamen Wohnung in Göttingen erstochen und ihr anschließend den Kopf abgeschnitten haben.

Der 51 Jahre alte Ehemann und Vater hatte das Opfer am Abend bei der Rückkehr von der Arbeit in der Wohnung in der Göttinger Nordstadt gefunden. Der tatverdächtige Sohn wurde wenige Stunden später festgenommen. Nachdem er zunächst zu den Vorwürfen geschwiegen hatte, sagte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft später, er wolle und könne die Tat nicht abstreiten, habe aber keine konkreten Erinnerungen daran. Die Hauptverhandlungstermine am Landgericht Göttingen standen zunächst noch nicht fest.

dpa

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