Offizielle Feier in der Stadt

31.000 Braunschweiger feiern Eintracht-Aufstieg

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Foto: 31.000 Fans feierten am Pfingstmontag mit Eintracht Braunschweig den Aufstieg in die 1. Fußballbundesliga.

Braunschweig - Gut 31.000 Fans haben Trainer Torsten Lieberknecht bei Eintracht Braunschweigs Aufstiegsfeier zu Tränen gerührt und für „brasilianische“ Partystimmung gesorgt.

„Heute haben wir gelernt: Braunschweig ist nicht das Rio de Janeiro des Nordens. Nein, Braunschweig ist Rio de Janeiro“, rief Lieberknecht am Montag vom Braunschweiger Schlossbalkon den Anhängern des künftigen Bundesligisten entgegen.

„Das toppt alles, was wir uns erwartet haben“, sagte der Trainer des deutschen Meisters von 1967, der in der kommenden Saison erstmals seit 28 Jahren wieder im Oberhaus spielt. „Wir werden auf jeden Fall für Überraschungen sorgen“, versprach Abwehrspieler Ermin Bicakcic.

Einen Tag nach dem 2:2 zum Saisonfinale gegen den FSV Frankfurt hatten sich bereits am Vormittag tausende Braunschweiger in der Vereinsfarben blau und gelb gekleidet auf dem Weg in die Innenstadt gemacht. Trotz bedeckten Himmels und zwischenzeitlichen Nieselregens war das Team um Kapitän Dennis Kruppke am Mittag in 20 Cabrios per Autokorso zum Schlossplatz gefahren. Bei der Ankunft weinte Lieberknecht hemmungslos. „Das ist ein sehr, sehr emotionaler Tag für mich“, meinte der 39 Jahre alte Ex-Profi, der die Eintracht binnen drei Jahren aus 3. bis in die Bundesliga geführt hatte.

Am Rande der Aufstiegsfeier wurden allerdings auch Sorgen über mögliche Randale vor allem bei den bevorstehenden brisanten Niedersachsen-Derbys gegen Hannover 96 laut. Das Verhältnis beider Fanlager ist durch eine tiefe Rivalität geprägt.

Am Vorabend der Aufstiegsparty kam es in der Braunschweiger Innenstadt bereits zu einer Kneipen-Schlägerei, bei der 20 Polizeibeamten verletzt wurden. Fünf davon schwer. Nach Angaben der Polizei am Montag wurden die Beamten mit Stühlen, Tischen, Gläsern und Flaschen beworfen.

Erst mit Unterstützung der Bereitschaftspolizeien Göttingen und Hannover, Beamten aus dem gesamten Umland und der Bundespolizei konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. 323 Randalierer wurden überprüft und 15 festgenommen, drei kamen in Polizeigewahrsam. Die Höhe des Sachschadens war zunächst nicht bekannt.

dpa

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

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