Iranerin wird „Landfrau des Jahres“

5000 Landfrauen treffen sich in Oldenburg

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Foto: Parvin Hemmecke-Ott freut sich über ihre Nominierung als „Landfrau des Jahres“.

Oldenburg - 5000 Landfrauen aus ganz Deutschland treffen sich am Dienstag in Oldenburg. Auf dem deutschen Landfrauentag diskutieren sie unter anderem über bessere Chancen für Frauen auf dem Land und eine gerechtere Bezahlung. Landfrau des Jahres wird die Iranerin Parvin Hemmecke-Otte.

Ein Schwerpunkt des deutschen Landfrauentages am Dienstages wird neben der besseren Chancen für Frauen auf dem Land und eine gerechtere Bezahlung außerdem die Lebensmittelverschwendung sein.

Die mehr als 12.000 Ortsvereine sind aufgerufen, die Menschen in ihren Regionen auf das Problem aufmerksam zu machen und sich aktiv für einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln einzusetzen.

Zur Eröffnung hält Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) ein Grußwort.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) vertritt bundesweit rund 500.000 Landfrauen. Der Landfrauentag findet alle zwei Jahre statt.

Braunschweiger Iranerin wird Landfrau des Jahres

Parvin Hemmecke-Otte ist stolz: Sie ist eine der drei deutschen Landfrauen des Jahres. „Am Anfang waren einige Frauen skeptisch und haben sich beschwert, dass ich zur Vorsitzenden gewählt wurde“, sagte die 52-Jährige, die seit elf Jahren den Braunschweiger Kreisverband der Landfrauen leitet. Hemmecke-Otte sollte am Dienstagnachmittag beim bundesweiten Landfrauentag inOldenburg ausgezeichnet werden. Zudem Treffen wurden 5000 Landfrauen aus ganz Deutschland erwartet.

Neben der Iranerin sind Ulrike Kamp aus Erkelenz in Nordrhein-Westfalen und Angelika Lübke aus Siggelkow in Mecklenburg-Vorpommern für ihr Engagement zu Landfrauen des Jahres gewählt worden. Das teilte eine Sprecherin des Deutschen Landfrauenverbandes vorab mit.

Die Wahl-Niedersächsin Hemmecke-Otte, die 1980 zum Studieren nach Deutschland kam und 1987 einen Deutschen heiratete, legt ausländischenFrauen deutsche Vereine ans Herz: „Das hat auch was mit Integration zu tun. Wenn man aktiv ist, kann man dort auch als Ausländerin viel erreichen.“ Den deutschen Frauen rät die Iranerin: „Öffnet Türen und lasst andere rein“.

dpa

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