Grausiger Fund in Mecklenburg-Vorpommern

59-Jährige getötet und einbetoniert

+
Mit einem Bagger hatten Experten in Zepelin das Grundstück des mutmaßlichen Täters umgegraben und die Leiche gefunden.

Kiel - Eine seit Ostern vermisste Frau aus Schleswig-Holstein ist getötet worden. Das ergab die Obduktion einer in Mecklenburg-Vorpommern gefundenen Frauenleiche. Der Leichnam war auf dem Grundstück eines Verdächtigen einbetoniert entdeckt worden.

Die Identität der Frau, deren einbetonierte Leiche auf einem Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wurde, steht fest. Es handelt sich um eine seit Ostern vermisste 59-Jährige aus dem schleswig-holsteinischen Büdelsdorf, wie laut Kieler Polizei und Staatsanwaltschaft eine Obduktion ergab. Die Frau wurde demnach Opfer eines Gewaltverbrechens. Nähere Angaben machten die Behörden nicht. Auch der mutmaßliche Täter aus Zepelin bei Rostock ist tot: Er starb laut den Ermittlern bei einem Verkehrsunfall am vergangenen Freitag bei Wismar, die Umstände deuten auf Suizid hin.

Das Opfer und der mutmaßliche Täter kannten sich laut Polizei seit längerem. Der Mann arbeitete in Schleswig-Holstein. Ein festes Paar seien sie aber nicht gewesen, ergänzte ein Polizeisprecher in Kiel. Über das mögliche Tatmotiv ist bisher nichts bekannt.

Mit einem Bagger hatten Experten in Zepelin das Grundstück des mutmaßlichen Täters umgegraben und die Leiche gefunden. Den Ermittlungen zufolge hatten sich beide am 2. April treffen wollen. Am 9. April erschien die als sehr zuverlässig geltende Frau nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz - sie blieb spurlos verschwunden. Vor dem Unfall des Mannes hatte die Polizei ihn als Zeugen befragt und später sein Haus durchsucht. Sein Wagen war aus ungeklärten Gründen von der Fahrbahn abgekommen und ungebremst gegen einen Baum geprallt.

dpa

Kommentare