Skisaison im Harz hat begonnen

Abfahrt am Wurmberg

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„Der Schnee wird nicht gleich wegschmelzen“: Auf dem Wurmberg bei Braunlage öffneten die Betreiber der Seilbahn am Dienstag weitere Pisten. Foto: dpa

Hannover - Die Skisaison im Harz hat begonnen. Zu Silvester und Neujahr werden viele Pisten geöffnet haben – auch wenn das Wetter milder werden soll. Doch in der Nacht zu Silvester hat es nochmal geschneit, sodass das Wintervergnügen zumindest bis Neujahr möglich ist.

Skifahrer können sich über weitere freie Pisten im Harz freuen. Bereits am Montag hatten fünf von 14 Abfahrten auf dem Wurmberg in Braunlage geöffnet. Am Dienstag kamen weitere hinzu. Für Wurmbergseilbahnbetreiber Dirk Nüsse steht einem Schneeerlebnis mit der ganzen Familie an Silvester oder Neujahr nichts im Wege. „Auf jeden Fall kann man auf unseren Pisten an den beiden Tagen fahren“, sagt Nüsse.

Und auch das Wetter spielt (vorerst noch) mit: In der Nacht zu Silvester habe es noch einmal geschneit. Es seien etwa zehn Zentimeter Schnee gefallen, sodass die weiße Pracht jetzt auf 35 Zentimeter angestiegen sei, sagte ein Beobachter aus der dortigen Wetterstation am Mittwoch. Allerdings liegen die Temperaturen bei wenigen Grad über Null, sehr lange wird die Schneedecke daher nicht mehr halten.

„Heute ist hier in Braunlage schon sehr viel los“, sagte Nüsse am Dienstag. „Schon um elf Uhr waren die Parkplätze voll.“ Mit dem Hexenrittlift und dem Hexenexpress öffnete er gestern zwei weitere Liftanlagen. Die längste geöffnete Strecke ist derzeit die Panoramaabfahrt mit 1550 Metern Länge. „Wir werden aber in den kommenden Tagen weitere Pisten hinzunehmen und haben die bereits befahrbaren Strecken verbreitert.“ Nüsse hofft, dass er heute die Rodelbahn in Betrieb nehmen kann. Auch die Talabfahrt, die über 4,5 Kilometer bergab führt, steht vor der Eröffnung. Nüsse kommt zugute, dass die Strecken seit dem vergangenen Jahr künstlich beschneit werden können. „Die Anlage hilft uns ungemein.“ Er hofft auf gutes Wetter in den kommenden Tagen. Für Donnerstag seien acht Stunden Sonnenschein prognostiziert. Und ab Freitag könnten die Temperaturen wieder in den Minusbereich rutschen, hofft der Betreiber der Wurmbergseilbahn.

Andreas Seifert vom Deutschen Wetterdienst sieht das nicht so optimistisch. Er spricht von Temperaturen um die null Grad und mildem Wetter. „Der Schnee wird nicht gleich wegschmelzen“, sagt der Meteorologe. Aber „richtig tolles Winterwetter“ könne er nicht versprechen. „Es wird passabel.“ Für einen Neujahrsausflug zum Rodeln mit der Familie reiche das Wetter aber allemal. Nach Seiferts Auskunft lagen gestern Mittag in Braunlage zwölf Zentimeter Schnee, in St. Andreasberg ebenfalls zwölf Zentimeter und in Herzberg acht.

Auch Peter Greulich gab gestern grünes Licht, er öffnete in Braunlage die Rathausskiwiese. Wann er den Hasselkopf freigibt, hängt vom Wetter der kommenden Tage ab. Er hofft auf einen besseren Winter als im vergangenen Jahr. „Da hatten wir nur fünf Lifttage“, sagt Greulich. Auch er präparierte die Piste mit Kunstschnee.

Geöffnet haben seit gestern auch das Skigebiet am Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg, der Kinder- und Schlepplift in Hahnenklee sowie der Rodellift und der Skihang in Torfhaus.

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