JVA Rosdorf

Acht Sicherungsverwahrte im Hungerstreik

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Foto: Im Neubau der zentralen niedersächsischen Sicherungsverwahrung auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf sind acht Gefangene in den Hungerstreik getreten.

Rosdorf - Der Hungerstreik von Sicherungsverwahrten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf bei Göttingen hat sich ausgeweitet. An der Aktion beteiligten sich inzwischen acht Männer.

Die Hungerstreikenden protestieren dagegen, dass ihrer Ansicht nach das vom Bundesverfassungsgericht (BVG) vorgegebene Abstandsgebot nicht eingehalten wird. Danach müssen Sicherungsverwahrte deutlich besser untergebracht sein als Strafgefangene. Weichert-Pleuger wies die Vorwürfe am Montag erneut zurück.

Die Hungerstreikenden werden nach Angaben der JVA-Chefin täglich ärztlich untersucht. Bisher gebe es keinerlei Anlass zu Sorge um die Gesundheit der Männer. Seit Mai dieses Jahres befindet sich in der JVA Rosdorf die zentrale Sicherungsverwahrung des Landes Niedersachsen. Von 45 Plätzen sind derzeit 23 belegt. In einem Neubau mit vergleichsweise hohem Wohnkomfort leben als gefährlich eingestufte Verbrecher nach Verbüßung ihrer Haftstrafe.

Zur Eröffnung hatte Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) erklärt, in Rosdorf seien die Vorgaben des BVG vorbildlich umgesetzt worden. In der Sicherungsverwahrung gelte das Prinzip, größtmögliche Sicherheit nach außen zu gewährleisten und zugleich den Betroffenen größtmögliche Freiheit nach innen zu gewähren.

dpa

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