Reaktion auf illegale Autorennen

ADAC will bessere Betreuung junger Fahrer

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Der ADAC will junge Autofahrer besser betreut wissen.

Osnabrück - Nach den tödlichen Unfällen bei illegalenAutorennen in Bremen und Köln fordert der ADAC eine intensivere Betreuung junger Fahrer über die Führerscheinprüfung hinaus. Das könnten etwa spezielle verkehrspsychologische Seminare sein oder professionelle Begleitfahrten.

Beides könnte dazu beitragen, die für diese Altersgruppe typische Risikoneigung zu reduzieren, sagte der Vizepräsident des Automobilclubs für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe). Entscheidend sei es, junge Fahrer zu erreichen, bevor sie zu Rasern würden, betonte Becker: "Wir müssen nicht in den Motorraum, sondern in die Köpfe der Fahrer hinein."

Wenig erfolgversprechend seien dagegen Forderungen nach schärferen Strafen oder PS-Beschränkungen für die Autos junger Fahrer. PS-Beschränkungen seien zudem kaum zu kontrollieren. "Neue Gesetze brauchen wir nicht, die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten reichen aus."

Bei einem illegalen Straßenrennen in Bremen war in der Nacht zum Sonntag eine 52-jährige unbeteiligte Frau ums Leben gekommen, weil sie zwei Rasern ausweichen musste. In Köln starb Mitte Juli ein 26-jähriger Fahrradfahrer, der bei einem mutmaßlichen Autorennen von einem Raser erfasst wurde, der die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte. In der Domstadt war es bereits das dritte Todesopfer bei illegalen Straßenrennen in diesem Jahr.

dpa

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