Neuer Chef des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gewählt

ADAC will Vertrauen zurückgewinnen

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Ulrich Krämer will als neuer Chef des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt das Vertrauen der Mitglieder zurückgewinnen.

Magdeburg/Hannover - Manipulationen und angebliche Bespitzelungen haben auch beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt für Unruhe gesorgt. Der Regionalclub will nun einen Neuanfang. Der soll mit Ulrich Krämer beginnen.

Ulrich Krämer ist neuer Vorsitzender des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Er wurde am Samstag auf der Mitgliederversammlung in Magdeburg mit großer Mehrheit gewählt, wie ein Sprecher mitteilte. Krämer war seit Juli 2013 kommissarischer Vorsitzender. Er hatte das Amt übernommen, nachdem Reinhard Manlik es vier Monate nach seiner Wiederwahl niedergelegt hatte. Um das Vertrauen seiner Mitglieder wiederzugewinnen, sollte sich der ADAC auf seine Kernkompetenzen Hilfe, Schutz und Rat besinnen, sagte Krämer nach seiner Wahl.

Die Krise beim ADAC hat auch beim Regionalclub Niedersachsen/Sachsen-Anhalt für Austritte gesorgt. „Im ersten Quartal haben 6800 Mitglieder den Club verlassen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es dagegen 10.700 Eintritte“, sagte Geschäftsführer Uwe Ilgenfritz-Donné. Manipulationen hatten den Automobilclub Anfang 2014 in die Krise gestürzt. Der ADAC musste einräumen, dass bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ Zahlen und Reihenfolge gefälscht waren.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt war im Jahr 2013 in die Schlagzeilen geraten, nachdem eine später entlassene Mitarbeiterin den Vorwurf erhoben hatte, die Geschäftsführung spioniere Mails und Computer von Arbeitnehmervertretern aus. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Ermittlungen eingeleitet, diese aber nach einiger Zeit eingestellt. Der Regionalclub hat nach eigenen Angaben 1,36 Millionen Mitglieder - 909.000 in Niedersachsen und 460.000 in Sachsen-Anhalt.

dpa

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