Urteil in Düsseldorf

Airline haftet nicht für Maus im Flugzeug

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Eine Maus war Ursache für eine mehrstündige Verspätung eines Flugzeugs.

Düsseldorf - Nicht für jeden Verspätungsgrund muss eine Airline zahlen, auch wenn er noch so klein ist. Im Fall, der am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Amtsgericht verhandelt wurde, ging es um eine Maus, die einen pünktlichen Flug verhindert hatte.

Eine Fluggesellschaft muss ihren Passagieren keinen Schadensersatz zahlen, wenn eine Maus im Flieger den Start vereitelt. Das hat das Düsseldorfer Amtsgericht am Mittwoch entschieden und die Klage einer Passagierin abgewiesen, die wegen eines kleinen Nagers fast sechs Stunden verspätet in Düsseldorf gelandet war (Az.: 47 C 17099/13).

Ab einer Verspätung von fünf Stunden stehe Passagieren laut EU-Fluggastrechteverordnung zwar grundsätzlich Schadenersatz zu, sagte ein Gerichtssprecher. Eine Maus im Flugzeug stelle aber „ein nicht vorhersehbares und nicht beherrschbares Ereignis dar“. Dies befreie die Airline von der Schadenersatzpflicht, zumal sie alles unternommen habe, um möglichst schnell ein Ersatzflugzeug bereitzustellen.

Das Mäuschen war in Puna Cana in der Dominikanischen Republik eine Stunde vor Abflug entdeckt worden. Es war vermutlich mit dem Gepäck in die Maschine gelangt, die dann aus Sicherheitsgründen zunächst am Boden bleiben musste.

dpa

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