Während der Fußball-WM

Alle trinken mehr Bier – außer Niedersachsen

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Hannover - Überall ist während der Fußball-Weltmeisterschaft mehr Bier getrunken worden – nur in Niedersachsen nicht. Eine Erklärung dafür haben die Statistiker nicht.

Anders als die übrigen Deutschen bekommen die Niedersachsen und Bremer beim Fußball offensichtlich weniger Durst aufBier. Während der Bierabsatz im Juni bei der WM-Vorrunde in Brasilien bundesweit um 14 Prozent stieg, sank er in Bremen und Niedersachsen um 5,8 Prozent. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Eine Erklärung für die gegenteilige Entwicklung lieferten die Statistiker nicht.

Im gesamten ersten Halbjahr 2014 wurden bundesweit rund 47,9 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Dies sind 4,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. In Niedersachsen und Bremen dagegen verringerte sich der Absatz um 2,5 Prozent auf 4,15 Millionen Hektoliter. Damit setzte sich ein in beiden Ländern seit Jahren anhaltender Abwärtstrend fort. Im ersten Halbjahr 2009 waren in Niedersachsen und Bremen noch 5,77 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt worden. Den bundesweit größten Effekt hatte die Fußball-WMauf die Biertrinker in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Sie legten beim Konsum im Vergleich zum Juni 2013 um gut 50 Prozent zu. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (plus 36 Prozent) und Berlin/Brandenburg (plus 17 Prozent) stieg der Bierabsatz überdurchschnittlich stark.

lni

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