Windenergie

Altmaier eröffnet Husumer Windmesse

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Foto: Windkrafträder auf einem Feld in der Nähe von Husum. In der nordfriesischen Kleinstadt dreht sich ab Dienstag alles um das Thema Windenergie. (Archiv)

Husum - Mit einer Rekordzahl von Ausstellern beginnt die diesjährige Husumer Windmesse. Die Veranstaltung wird vom Standort-Streit mit dem großen Nachbarn Hamburg überschattet.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) eröffnet am Dienstag die weltgrößte Fachmesse für Windenergie im nordfriesischen Husum. Mehr als 1100 Aussteller zeigen alles rund um die Windenergie: Kraftwerke und Komponenten, Dienstleistungen und Zulieferungen, Finanzierung und Forschung.

Was vor 23 Jahren als regionales Treffen von Landwirten in der Husumer Viehauktionshalle begann, ist ein globales Ereignis geworden. Das besondere Flair, den Geist von Husum, loben und schätzen die Besucher aus aller Welt. Zu der Messe werden 36.000 Besucher aus rund 90 Nationen in der Kleinstadt erwartet.

Altmaier hat am Vortag der Windmesse gefordert, die Bundesländer sollten das Tempo ihres Windenergieausbaus drosseln. In den Ausbauplänen der Bundesländer sei etwa 60 Prozent mehr Windenergie vorgesehen als nötig, um die Energiewende zu schaffen. Husums Messegeschäftsführer Peter Becker warnte davor, die Branche zu verunsichern. Notwendig seien aus Sicht der Unternehmen Planungssicherheit, klare Vorgaben und ein zügiger Netzausbau.

Überschattet wird der Messeauftakt von der Kampfansage Hamburgs. Die Hansestadt setzt 2014 eine eigene Windenergie-Messe gegen Husum. Wochenlange Gespräche unter der Moderation eines Vermittlers waren am Sonntag gescheitert. Da zwei Messen zum gleichen Zeitpunkt nicht im Interesse der Branche sind, könnte es noch Druck geben, neue Gespräche aufzunehmen.

Weitere Gesprächsthemen auf der Messe sind die Verzögerungen bei der Netzanbindung in Deutschland und eine weltweite Wachstumsdelle. Insgesamt werden der Branche aber weltweit gute Chancen für die Zukunft eingeräumt. Das nächste Branchentreffen 2014 dürfte nochmals größer werden - in Husum oder Hamburg.

dpa

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