Göttingen

Anklage im Organspende-Skandal

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Foto: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat zum Skandal um Organtransplantationen am Uniklinikum Göttingen Anklage erhoben.

Göttingen - Gut ein Jahr nach Beginn der Ermittlungen zum Skandal um Organtransplantationen am Uniklinikum Göttingen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage erhoben. Dies gab die Behörde am Mittwoch bekannt.

Sie wirft dem früheren leitenden Transplantations-Chirurgen versuchten Totschlag in elf sowie Körperverletzung mit Todesfolge in drei Fällen vor. Die Ermittlungen gegen vier weitere Ärzte seien noch nicht abgeschlossen. Der Mediziner, der seit Januar in Untersuchungshaft sitzt, soll planmäßig falsche Daten von Patienten an Eurotransplant gemeldet haben. Dadurch seien diese auf der Warteliste für Spenderlebern nach oben gerückt.

dpa

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