Hanebuth auf Mallorca in Einzelhaft

Anwalt dementiert Berichte über Schlägerei

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Hannover - Der ehemalige Chef der Hells Angels Hannover, Frank Hanebuth, bleibt auf Mallorca in Einzelhaft. Medienberichte, wonach er in eine Schlägerei unter Gefangenen verwickelt worden sein soll, weist sein Rechtsanwalt zurück.

Rockerchef Frank Hanebuth muss weiter auf Hafterleichterungen hoffen. Seit gut zwei Wochen sitzt der 48-Jährige in einem Gefängnis auf der spanischen Ferieninsel Mallorca in einer Einzelzelle. Er darf keinen Kontakt zu anderen Mitgefangenen haben. Die tägliche Stunde Hofgang absolviert er alleine unter den Augen eines Justizbeamten. Es ist ihm nicht erlaubt, Medien wie Zeitungen, Radio oder einen Fernseher zu nutzen.

Die spanische Justiz wirft den Mitgliedern der Hells Angels auf Mallorca unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung, Drogenhandel, Geldwäsche und Erpressung vor. Weiterhin ist vollkommen unklar, welche konkreten Anschuldigungen gegen Frank Hanebuth erhoben werden. 
Berichte in spanischen Zeitungen über eine Gefängnisschlägerei, in die Hanebuth auf Mallorca verwickelt gewesen sein soll, die schließlich zu den verschärften Haftbedingungen geführt habe, weist der deutsche Rechtsanwalt des 48-Jährigen, Götz von Fromberg, zurück. „Mein Mandant war von Anfang an in Isolationshaft, von einer Schlägerei im Gefängnis ist mir nichts bekannt.“

Hanebuth und 24 weitere Verdächtige aus dem Umfeld der Hells Angels waren vor knapp zwei Wochen auf Mallorca im Zuge einer Groß-Razzia festgenommen worden. 16 von ihnen sitzen noch in Untersuchungshaft. Die spanische Polizei stellte damals unter anderem eine große Summe Bargeld, mehrere wertvolle Motorräder und Sportwagen sowie Schusswaffen und Messer sicher. Nach Informationen des Magazins „Focus“ drohen Hanebuth in Spanien bis zu 23 Jahre Haft.

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