Postbote auf Deutschlands höchstem Berg

Arbeitsplatz: Zugspitze

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Foto: Andreas Oberauer hat einen der besondersten Arbeitsplätze Deutschlands - die Zugspitze.

Garmisch-Partenkirchen - Seit 1996 bringt Andreas Oberauer bei jedem Wind und Wetter die Post auf die Zugspitze. Mehr als 4000 Mal fuhr er bereits auf den Gipfel. Schon sein Vater hat diesen Job gemacht.

Wenn Andreas Oberauer seinen luftigen Einsatzort erreicht, hat er bei schönem Wetter einen grandiosen Blick auf schneebedeckte Berge. "Da sehe ich die Zwei- und Dreitausender der Schweiz, Österreichs, Italiens und Deutschlands. Aber meistens fehlt mir die Zeit dazu", sagt der 49-Jährige, während er sich eilig seinen Weg durch die Touristenscharen bahnt. Oberauer ist Postbote auf Deutschlands höchstem Berg.

Fünf Tage die Woche fährt er mit der Seilbahn auf die 2962 Meter hohe Zugspitze. "Auch bei minus 30 Grad stell' ich noch Briefe und Pakete zu. Nur bei zu viel Wind nehme ich die Zahnradbahn." Oberauers Arbeitstag beginnt gegen 7.30 Uhr und ist streng durchgetaktet. Mit dem gelben Postauto fährt er zur Seilbahnstation. Gut zehn Minuten dauert die Tour mit der Seilbahn vom Eibsee bis zur Zugspitze. Oben angekommen leert er den gelben Briefkasten und bringt die Post zu den Menschen auf dem Berg, etwa den Restaurant- und Kioskbetreibern. Seit 1982 ist Oberauer bei der Post tätig. "Damals habe ich in München bei der Postsparkasse angefangen."

Oberauer ist nicht der einzige Postbote in Deutschland mit einem außergewöhnlichen Arbeitsplatz. Im Spreewald stellt Andrea Bunar Briefe und Pakete mit einem gelben Postkahn zu. In Nordfriesland bringt Johann Petersen per Boot und Lore die Post auf die Nordsee-Halligen Oland, Langeneß, Gröde und Habel.

dpa

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