Evakuierung im Nordpolarmeer

Atom-Eisbrecher soll 16 Forscher retten

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Der atombetriebene Eisbrecher „Jamal" ist im Nordpolarmeer unterwegs, um 16 Forscher zu retten.

Moskau - Ein atomgetriebener russischer Eisbrecher ist zur dringenden Rettung von 16 Forschern bei einer zerbrechenden Eisscholle im Nordpolarmeer eingetroffen. Die „Jamal“ habe die Station SP-40 vor der kanadischen Küste nach rund einwöchiger Fahrt erreicht, sagte Jekaterina Ananjewa von der Gesellschaft Atomflot am Montag der Agentur Interfax.

„Die Evakuierung beginnt. Wir wollen die Männer jetzt so schnell wie möglich in die Hafenstadt Murmansk bringen“, sagte Ananjewa. Das 75.000 PS starke Schiff nimmt auch die komplette Ausrüstung des Camps in der Beaufortsee an Bord.

Russland muss die Station ungeplant räumen. „Die Risse nehmen dramatisch zu“, hatte Expeditionsleiter Wladimir Sokolow gesagt. Ein Bruch der Scholle würde das Personal in Lebensgefahr bringen, zudem könnten Schmieröle und Abfall aus der Station das nahezu unberührte Gebiet verschmutzen. Die Wissenschaftler untersuchen seit Herbst 2012 die Veränderungen im Polargebiet.

dpa

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