Anschlag in Lyon

Attentäter enthauptete womöglich Arbeitgeber

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Sicherheitskräfte durchsuchen ein Haus in Saint-Priest bei Lyon.

Lyon - Der mutmaßliche Attentäter in Frankreich hat vor dem Anschlag womöglich seinen Arbeitgeber enthauptet. Der am Anschlagsort gefundene Leichnam sei der des Chefs eines Unternehmens aus der Region, in dem der Verdächtige angestellt war, wie Ermittler am Freitag sagten.

Das Transportunternehmen des Mannes hatte eine Zugangsgenehmigung zu der nahe Lyon gelegenen Gasfabrik. Nach dem Anschlag auf die Fabrik, die Gas- und Chemieprodukte für die Industrie herstellt, war dort eine enthauptete Leiche gefunden worden.

Der abgetrennte Kopf war am Zaun der Industrieanlage befestigt, neben ihm hingen islamistische Flaggen. Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen laut Ermittlern, wie der später festgenommene Angreifer den Kopf am Zaun anbringt. Anschließend rammt der 35-Jährige mit seinem Fahrzeug auf dem Gelände abgestellte Gasflaschen und löst so eine Explosion aus.

Er rennt dann auf ein Gebäude zu und hantiert mit weiteren Gasflaschen - offenbar, um eine weitere Explosion herbeizuführen. Herbeigeeilte Feuerwehrleute können den Mann, der sie mit "Allahu Akbar"- Rufen empfängt, aber überwältigen und festhalten, bis die Polizei kommt.

afp

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