Zwei Schüler in Colorado verletzt

Attentäter stirbt bei Schießerei an US-Schule

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Foto: Ein Jahr nach dem Amoklauf in der Stadt Newtown ist es in einer Schule in Colorado wieder zu einer Schießerei gekommen.

Washington - Die Horrormeldungen mit Schusswaffen in den USA reißen nicht ab: Ein Jahr nach dem Amoklauf in der Stadt Newtown ist es in einer Schule in Colorado wieder zu einer Schießerei gekommen. Dabei kam der mutmaßliche Attentäter ums Leben, zwei Schüler wurden verletzt.

Am Vorabend des Jahrestags des Amoklaufs von Newtown hat eine weitere Schießerei an einer US-Schule die Menschen in Atem gehalten: Ein Schüler an einer weiterführenden Schule im Bundesstaat Colorado verletzte mit seiner Waffe mindestens einen Teenager und erschoss sich ersten Erkenntnissen zufolge dann selbst. Ein weiterer Schüler habe Verletzungen erlitten, erklärte ein Polizeisprecher vor Ort. Es war zunächst nicht klar, ob sie von der Waffe des Schützen stammten.

Der Schüler sei am frühen Nachmittag (Ortszeit) bewaffnet in das Gebäude gekommen und habe nach einer bestimmten Lehrkraft gesucht, erklärte Sheriff Grayson Robinson. „Ein Mitschüler stellte sich ihm in den Weg.“ Der Schütze habe ihn daraufhin angeschossen und seine Suche fortgesetzt. Die Lehrkraft sei gewarnt worden und geflüchtet.

Für eine gute Stunde herrschte völlige Unsicherheit auf dem Gelände der Arapahoe High School im Ort Centennial. Während sich der Schütze noch mutmaßlich im Gebäude aufhielt, geleiteten Sicherheitskräfte die Schüler ins Freie. Sie verließen das Gebäude ruhig und mit erhobenen Händen. Die Polizei tastete einen nach dem anderen ab, um sicherzugehen, dass keiner der Teenager eine Waffe bei sich trug.

Unterdessen durchkämmten Suchtrupps das Schulgebäude. Schließlich gaben sie Entwarnung. In einem Klassenraum entdeckten sie den Schützen. Er war an Schussverletzungen gestorben. Die Polizei mutmaßte, dass sie aus seiner eigenen Waffe stammten. Über Alter und Motiv des Täters gab es zunächst keine Angaben.

Die Arapahoe High School im Ort Centennial wird von 2200 Schülern besucht. Sie liegt etwa 15 Kilometer entfernt von der Columbine High School. Dort waren im April 1999 bei einem Amoklauf zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und ein Lehrer ums Leben gekommen. Im selben Bundesstaat waren im Juli 2012 bei einem Amoklauf in einem Kino der Stadt Aurora zwölf Menschen getötet und 58 weitere verletzt worden.

dpa

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