Briefe an Weihnachtspostämter

Auch Chinesen lieben Himmelpforten

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Rund 50 000 Kinder haben im vergangenen Jahr ihre Briefe an das Christkindpostamt geschrieben.

Himmelpforten - Auch wenn sich die Wünsche der Kinder im Laufe der Jahrzehnte geändert haben - den klassischen Wunschzettel und lange Briefe an den Weihnachtsmann gibt es noch. In den niedersächsischen Weihnachtspostämtern kommen sogar welche aus China an.

Die niedersächsischen Weihnachtspostämter bekommen immer mehr Zuspruch aus China und anderen asiatischen Ländern. Sieben Wochen vor Weihnachten hat Wolfgang Dipper, der das Christkindpostamt in Himmelpforten (Landkreis Stade) leitet, bereits gut 1200 Briefe auf seinem Schreibtisch liegen, etliche davon aus China. „Viele kommen von Studenten“, sagte er. Er vermutet, dass die jungen Leute im Internet auf Himmelpforten gestoßen sind. Offiziell beginnt der Betrieb in Himmelpforten am 29. November. Dann wird Dipper wieder von 27 ehrenamtlichen Helfern unterstützt. In den vergangenen Jahren hatten sie gut zu tun, rund 50 000 Kinder hatten ihre Briefe an das Christkindpostamt geschrieben. Jedes bekommt eine Antwort, in besonderen Fällen auch individuell formuliert.

Im Weihnachtspostamt im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür und in Nikolausdorf im Kreis Cloppenburg ist der Trend ähnlich, bereits ein ganzer Schwung Briefe unter anderem aus China und Taiwan ist eingetroffen. Oft mit ziemlich unvollständigen Adressen. Karlheinz Dünker in Himmelsthür bekommt Hilfe von acht Frauen und Männern und freut sich auf die Arbeit mit den Briefen, die mit Beginn der Adventszeit erst richtig anfängt. Auch der Leiter des Büros in Nikolausdorf, Hubert Weddehage, freut sich über weitgereiste Zuschriften, sieht die Zuneigung der Chinesen für diese deutsche Tradition aber auch skeptisch. „Ich habe die Befürchtung, dass es noch mehr wird.“

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