Frost und Schnee

Auch zum Frühlingsanfang regiert noch der Winter

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Auch in der kommenden Woche soll es in Deutschland winterlich bleiben.

Offenbach - Auf dem Kalender beginnt am kommenden Mittwoch der Frühling – doch tatsächlich lässt er weiter auf sich warten. Frost und Schnee werden auch die nächsten Tage bestimmen, sagen Meteorologen.

Der Winter lässt nicht locker: Auch zum kalendarischen Frühlingsbeginn am kommenden Mittwoch (20. März) sagen die Meteorologen Frost und Schnee voraus. Ein neues Tief über den Britischen Inseln sorgt mindestens noch bis Mitte der Woche für kaltes und ungemütliches Wetter. Grund ist das neue Tiefdruckgebiet „Andreas“ über den Britischen Inseln. „Alle warten auf den Frühling - und stattdessen ist da „Andreas““, meinte eine Expertin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag in Offenbach.

Dieses Tiefdruckgebiet beschert vor allem dem Westen Deutschlands in den kommenden Tagen wieder ordentlich Schnee, der wegen der kalten Bodentemperaturen selbst in einer Höhe von 200 Metern noch liegenbleibt. Dabei wird es nachts wieder richtig kalt: Werte um minus zehn Grad sind keine Seltenheit.

Lediglich am Rhein bleiben die Nachttemperaturen über dem Gefrierpunkt. Im Alpenvorland bleibt es wegen des Föhns zunächst noch mild, ab Montag geht es aber auch dort mit den Temperaturen bergab. Bis zum Mittwoch bleibt es frostig - „der gefühlte Frühling lässt weiter auf sich warten“, sagte die Meteorologin.

Unterdessen kämpfen viele Menschen in Südosteuropa und Russland weiterhin gegen die Unbilden des Winters. Das Schneechaos in Ungarn ließ am Samstag zwar langsam nach, die von Wien nach Budapest führende Autobahn M1 war allerdings den dritten Tag in Folge blockiert. Polizei, Armee und Katastrophenschutz hatten die bis zu 24 Stunden in ihren Fahrzeugen eingeschlossenen Menschen in der Nacht in Sicherheit gebracht. Andere Hauptverkehrsstraßen, die seit Donnerstag nach Schneefällen, Schneeverwehungen und Unfällen blockiert waren, wurden inzwischen geräumt. Doch 20 Ortschaften waren noch waren von der Außenwelt abgeschnitten.

In ungarischen Medien und Internet-Plattformen wurde scharfe Kritik an den Behörden und an Innenminister Sandor Pinter geäußert. Die Behörden hätten viel zu spät gehandelt.

In Bulgarien forderten stürmische Winde ein zweites Todesopfer. Wie bulgarische Medien berichteten, stürzte ein 70 Jahre alter Mann vom Dach seines Hauses in Gabrowo im zentralen Balkan-Gebirge ab, als er es nach dem Windsturm reparieren wollte. In drei Gemeinden in Mittelbulgarien herrschte weiterhin Notstand. Stürmische Winde mit einer Geschwindigkeit bis zu 120 Stundenkilometer hatten in der Region viele Dächer sowie Hausfassaden beschädigt. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Heftige Schneefälle hielten auch in Moskau die Räumdienste in Atem. Innerhalb von 24 Stunden habe es fast so viel Niederschlag gegeben wie normalerweise im gesamten Monat März, teilte das Wetteramt am Samstag der Agentur Interfax mit. Die Behörde sprach von 31 Millimetern Niederschlag - das entspricht 31 Litern pro Quadratmeter. Der März-Durchschnitt liege bei 34 Millimetern.

Etwa 14.000 Arbeiter waren in der Millionenmetropole im Einsatz, um die Straßen zu räumen. Insgesamt seien in den vergangenen Tagen rund 300.000 Kubikmeter Schnee aus der größten Stadt Europas abtransportiert worden.

dpa

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