Landkreis Vechta

Aufregung um Wolf vor Waldkindergarten

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Ein in der Nähe eines Waldkindergartens gesichteter Wolf versetzt die Menschen im Landkreis Vechta in Aufregung.

Vechta - Aufregung im Kreis Vechta: Dort wurde ein Wolf gesichtet – in der Nähe eines Kindergartens. Weil das Tier sich in der Nähe von Wohnhäusern aufhalten und Schafe gerissen haben soll, schlagen Kommunalpolitiker jetzt Alarm. Sie fordern das Land auf, Elektrozäune aufzustellen.

Ein in der Nähe eines Waldkindergartens gesichteter Wolf versetzt die Menschen im Landkreis Vechta in Aufregung. Der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Goldenstedt, Willibald Meyer, hat deshalb am Donnerstag das Umweltministerium um Rat gebeten. In dem Schreiben fragt der Kommunalpolitiker, ob es sinnvoll sei, das Gelände des Waldkindergartens kurzfristig einzuzäunen. In Goldenstedt halte sich der Wolf bereits in der Nähe von Wohnhäusern auf und habe in nächster Nähe zur Besiedlung auch Schafe gerissen. Die Sorgen der Bevölkerung ließen sich nicht einfach als Teil des „Rotkäppchen-Syndroms“ abtun, schreibt Meyer.

Am Mittwoch hatte das Umweltministerium mitgeteilt, dass das Aufstellen von Elektrozäunen im Landkreis Vechta künftig vom Land unterstützt wird. Es sei davon auszugehen, dass sich in der Gegend mindestens ein Wolf angesiedelt habe. Dem Bürgermeister zufolge gibt es unterschiedliche Einschätzungen von Experten, was die Gefährlichkeit des Tieres angeht. Diese reichten von dringenden Warnungen vor dem Wolf bis hin zu einem „Kuschelkurs“. In Waldkindergärten halten sich die Jungen und Mädchen die meiste Zeit im Freien auf. Als Zufluchtsort bei sehr schlechtem Wetter dient ein Bauwagen.

Aus dem Umweltministerium hieß es dazu, es sei der Gemeinde Goldenstedt bereits mitgeteilt worden, dass es aktuell keine Information über eine besondere Gefährdung von Waldkindergärten durch Wölfe gebe. Staatssekretärin Almut Kottwitz werde in zwei Wochen in der Region Gespräche mit Schafzuchtbetrieben und Vertretern der Tierhalterverbände führen. „Für unser Ministerium ist es ein wichtiges Anliegen, im Interesse von Schutz für die Bevölkerung zu arbeiten und für die Akzeptanz der unter Artenschutz stehenden Tierwelt zu werben“, erklärte Sprecher Rudi Zimmeck.

dpa

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