George Clooney im Krankenhaus

Ausgerechnet Solingen

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Foto: 2005 hatte sich Clooney verletzt. Nun ist er zur Behandlung nach Solingen gekommen.

Düsseldorf - Es war offenbar eine Stippvisite, die geheim bleiben sollte: Hollywoodstar George Clooney reiste am Freitagmorgen still und leise von Italien aus mit dem Flugzeug nach Düsseldorf – so zumindest berichteten es mehrere Medien.

Sein Ziel war das Städtische Klinikum in Solingen, rund 40 Kilometer von Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt entfernt. Die Klinik bestätigte, dass er wegen seiner Rückenprobleme da war. Viel mehr ist über den Besuch nicht publik geworden.

Der 53-jährige Superstar, der Berlin liebt und seinen Film „Monuments Men“ unter anderem auch im Harz drehte, war also einmal wieder in Deutschland. Oder ist er es sogar noch? Am Düsseldorfer Airport ist er jedenfalls nicht aufgefallen. „Wenn, dann muss er mit einem Privatjet gekommen sein“, sagte eine Flughafensprecherin am Montag. „Über den VIP-Bereich der Passagiermaschinen wurde er nicht abgefertigt.“ Immerhin: Im Solinger Rathaus freut man sich, dass die 160.000-Einwohner-Stadt nun in aller Munde ist.

Doch warum überhaupt Solingen? Auch die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie kann die Frage nicht beantworten. Der 46-jährige Neurochirurg am Städtischen Klinikum mache seinen Job aber sehr gut und sei immer mal wieder auf internationalen Kongressen unterwegs, sagte ein Sprecher der Gesellschaft. Laut Internetseite des Klinikums umfasst das Behandlungsspektrum des Arztes „nahezu alle Eingriffe am Gehirn, dem Rückenmark und dem peripheren Nervensystem“, man wende „modernste neurochirurgische Operationsverfahren“ an, heißt es hier. Der Klinik-Geschäftsführer bestätigte am Sonntag, dass es tatsächlich zu einem kleinen Eingriff gekommen sei. Wie der „Express“ berichtet hatte, meldete sich der Star in Solingen unter anderem Namen an. Er sei am Freitagmorgen schnurstracks auf die Wahlleistungsstation gegangen.

Clooney selbst gab über sein Rückenleiden in Interviews stets offen Auskunft. 2005 hatte sich der Schauspieler bei den Dreharbeiten zum Thriller „Syriana“ an der Halswirbelsäule verletzt. „Ich lag mit einer Infusion in meinem Arm im Krankenhausbett, konnte mich nicht bewegen und hatte diese Kopfschmerzen, die sich anfühlen, als hätte man einen Schlaganfall“, erzählte er damals dem Musikmagazin „Rolling Stone“. Eine Operation an der Wirbelsäule, aus der Flüssigkeit ausgetreten war, soll ihm dann Linderung verschafft haben. Spekuliert wird, dass er seine Verlobte Amal Alamuddin am 20. September am Comer See in Italien heiratet. Ob Clooney schon zu Hochzeitsvorbereitungen abgereist ist oder noch in Nordrhein-Westfalen weilt, ist nicht bekannt.

von Katja Heins

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