Abschiebung in Kosovo

Ausweisung der „Douglas-Bande“ ist rechtens

Lüneburg - Ein Mitglied der kriminellen "Douglas-Bande", die über Monate Menschen in Uelzen in Angst und Schrecken versetzt hat, darf in den Kosovo abgeschoben werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg im Falle eines 21-Jährigen entschieden.

Ein schwer krimineller Ausländer aus Uelzen darf in den Kosovo abgeschoben werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Das 21 Jahre alte Mitglied der berüchtigten sogenannten Douglas-Bande sitzt derzeit eine dreijährige Haftstrafe in der Jugendhaftanstalt Hameln ab. Ob er sofort abgeschoben wird oder den Rest seiner Strafe in Deutschland verbüßt, entscheidet nun die Staatsanwaltschaft Lüneburg.

Der 21-Jährige war zuletzt im April 2012 vom Landgericht Lüneburg wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das habe der Landkreis Uelzen zu Recht zum Anlass genommen, den aus dem Kosovo stammenden Mann auszuweisen, entschied das Oberverwaltungsgericht nun. Bereits zuvor war der Uelzener unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter räuberischer Erpressung, Beleidigung und versuchter Nötigung verurteilt worden. Die Art und Schwere der begangenen Straftaten sowie die Gefahr der Begehung neuer, insbesondere gegen Leib und Leben gerichteter Taten rechtfertigten die Ausweisung, so das Gericht.

Die „Douglas-Bande“ hatte vor allem im Jahr 2011 die Innenstadt von Uelzen terrorisiert. Die Gruppe junger Männer aus Uelzen war durch Diebstähle, Beleidigungen, Körperverletzungen und räuberische Erpressungen aufgefallen. Der nun von der unverzüglichen Ausweisung bedrohte Mann soll zuletzt einen Busfahrer im Streit mit einer Flasche niedergeschlagen und anschließend den am Boden liegenden Mann mehrmals gegen den Kopf getreten haben. Dafür sitzt er in Hameln ein.

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