Limburg

Babymörder muss lebenslang in Haft

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„Die Sicherungen durchgebrannt“: Der 23-Jährige mit seiner Anwältin vor Gericht.

Limburg - Nach dem Mord an seinem erst vier Wochen alten Sohn ist der junge Vater im hessischen Limburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 23-Jährige hatte während des Prozesses ein Geständnis abgelegt.

Im Limburger Prozess um den gewaltsamen Tod eines Babys ist der 23 Jahre alte Vater des Kindes am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht folgte damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Der Mann habe bei der Tötung des Jungen "ausschließlich aus selbstsüchtigen Gründen gehandelt", sagte die Vorsitzende Richterin Karin Walter in der Urteilsbegründung.

Der 23-Jährige aus Mittelhessen hatte gestanden, seinen erst vier Wochen alten Sohn im März vergangenen Jahres mehrfach mit der Faust geschlagen zu haben, weil er weinte. Ihm seien "die Sicherungen durchgebrannt", sagte er im Prozess. Zwei Schläge auf die Brust des Babys gab er zu, einen Grund für die schweren Kopfverletzungen nannte er jedoch nicht. Der Junge starb an einem Hirnödem und Lungenverletzungen.

Dem Urteil zufolge wollte der junge Vater an dem Abend eine DVD ansehen und fühlte sich von dem schreienden Kind gestört. Die Zwillingsschwester des Jungen und ein anderes Kind lagen während der Tat schlafend in Nebenräumen, die Mutter war bei Nachbarn.

dpa/frs

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