Züge fahren nach Alternativplan

Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof

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Foto: Wegen umfangreicher Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof müssen sich Bahn-Reisende auf erhebliche Behinderungen einstellen. Viele Züge der Privatbahn Metronom aus südlicher Richtung enden bereits in Harburg.

Hamburg - Bei den Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof hat die "heißePhase" begonnen. Zahlreiche Weichen werden ausgetauscht. Auf einem wichtigenGleis muss der Verkehr vorerst ruhen. Doch keinProblem, heißt es von der Deutschen Bahn:Alles läuft nach „Plan-B“.

Wegen umfangreicher Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof müssen viele Fahrgäste seit Freitag auf andere Züge und Bahnhöfe ausweichen. Ungeachtet dessen sei der Betrieb des alternativen Fahrplans ohne Behinderungen und Zwischenfälle angelaufen, teilte DB-Sprecher Egbert Meyer-Lovis mit. „Die Reisenden sind rechtzeitig informiert worden. Das Service-Personal wurde aufgestockt. Es wurde niemand stehen gelassen“, sagte er weiter. An einem stark befahrenen Gleis werden mehrere Tage lang zahlreiche Weichen ausgetauscht. Viele Züge können deshalb den Hauptbahnhof nicht anfahren.

Einige Züge der Privatbahn Metronom aus südlicher Richtung enden bereits in Harburg. Zudem verkehren zahlreiche Regionalzüge aus nördlicher Richtung von Itzehoe, Kiel und Flensburg nur über Altona. Fahrgäste der Metronom-Bahnen dürfen währenddessen zwischen Harburg und Hauptbahnhof ohne Zuschlag die Fernverkehrszüge - IC und ICE - der Deutschen Bahn benutzen. Das S-Bahn-Angebot auf der Strecke wird in beiden Richtungen punktuell verstärkt.

Zurzeit werden 22 alte Weichen am Südkopf des Hauptbahnhofs bis Anfang Dezember ersetzt. Der Grund: Die alten Konstruktionen hätten ihre Lebenserwartung von 25 Jahren erreicht, sagte Meyer-Lovis. Besonders Gleise und Weichen am Hauptbahnhof würden täglich durch die 800 bis 900 eintreffenden Nah- und Fernverkehrszüge sowie weitere 1200 S-Bahnen extrem strapaziert. Die „heiße Phase“ der Arbeiten dauert bis zum 24. November. Die Maßnahmen in diesem Abschnitt kosten nach Angaben der Bahn rund 5,6 Millionen Euro.

Vom Fahrgastverband Pro Bahn kam Lob für das Baustellen-Management der Deutschen Bahn: „Die Bauarbeiten kommen im November zur verkehrsärmsten Zeit“, sagte ein Verbandsvertreter. „Man muss aber mehr Zeit mitbringen als sonst.“ Das Unternehmen habe die Fahrgäste vorab gut aufgeklärt. Dennoch werde der Verband „ein kritisches Auge“ darauf haben, ob die zugesicherten zusätzlichen Waggons im Schienenverkehr ausreichend eingesetzt werden.

dpa

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