Lindt gegen Riegelein

BGH beendet erbitterten Osterhasen-Streit

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So unschuldig das Schokotier daherkommen mag, es war seit Jahren Anlass erbitterter juristischer Auseinandersetzungen.

Karlsruhe - Lindts Schokohase mag goldig sein, einzigartig ist er nicht. Das wurde jetzt auch höchstrichterlich durch den Bundesgerichtshof bestätigt, der einen Schlusspunkt unter einen jahrelangen Rechtsstreit um echte und abgekupferte Osterhasen setzte.

Der Endlosstreit um den Schoko-"Goldhasen" ist zu Ende:Der schweizerische Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli ist jetzt vor dem Bundesgerichtshof (BGH) der bayerischen Confiserie Riegelein unterlegen. Die Firma Lindt war seit über einem Jahrzehnt gegen den Riegelein-Hasen vorgegangen. Der BGH lehnte in einer am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Entscheidung eine erneute Nichtzulassungsbeschwerde von Lindt ab. Damit ist endgültig ein Schlussstrich unter den jahrelangen Rechtsstreit gezogen. "Wir sind sehr, sehr enttäuscht, müssen die Entscheidung aber akzeptieren", sagte eine Lindt-Sprecherin.

So unschuldig das Schokotier daherkommen mag, es war seit Jahren Anlass erbitterter juristischer Auseinandersetzungen. Lindt hatte die bayerische Confiserie Riegelein verklagt. Deren ebenfalls in Gold gewandeter Schokohase sei dem Klassiker allzu ähnlich, so der Vorwurf der Schweizer. Der hockende Riegelein-Hase aus Bayern ist kleiner und trägt nur ein aufgedrucktes braunes statt eines roten Bandes aus Krepp um den Hals.

Die Richter hatten in den vergangenen Jahren keine einfache Aufgabe: Im Laufe des Verfahrens mussten sie sich unter anderem mit dem Verschwinden von Beweismaterial herumschlagen. Eine unbekannte Naschkatze hatte offenbar einen der Akte beigefügten Beweishasen verschwinden lassen.

Nicht immer unterlag Lindt im Hasenstreit: Das Schweizer Unternehmen setzte sich in einem ähnlichen Fall gegen die Firma Hauswirth durch.

frs/dpa

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