Nuklearer Störfall

Behörden und Retter üben für Ernstfall im AKW Grohnde

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Feuerwehrleute haben im Rahmen einer Nuklear-Katastrophenschutzübung am AKW Grohnde das Abduschen von Hilfskräften nach dem Einsatz simuliert.

Grohnde - Für den Ernstfall haben Einsatzkräfte am Wochenende im Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln geübt. Mehr als 200 Feuerwehrleute, Polizisten und Behördenmitarbeiter simulierten am Sonnabend einen schweren nuklearen Störfall.

Dabei ging es zum Beispiel darum, wie beim Austritt von Radioaktivität das Gebiet für eine Evakuierung oder für das Verteilen von Jod-Tabletten festgelegt wird. Ganz praktisch probten die Verantwortlichen auch, wie etwa Hilfskräfte nach einem Einsatz in einem verstrahltem Gebiet abgeduscht werden können.

Beteiligt an der Übung waren unter anderem die Kreisverwaltungen Hameln-Pyrmont und Holzminden, die Polizeidirektion Göttingen sowie Behörden in Nordrhein-Westfalen. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen weiter ausgewertet werden.

Ende September hatte es in Grohnde breiten Bürgerprotest gegeben, als Mox-Brennelemente aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield antransportiert wurden. Die Brennelemente werden ins Kraftwerk wieder eingebaut - sie enthalten hochgiftiges Plutonium, deswegen stellt der Transport aus Sicht von Atomkraftgegnern ein unkalkulierbares Risiko dar. Im Laufe dieses Monats soll in Grohnde noch ein weiterer ähnlicher Transport ankommen.

dpa

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