14 Tote bei Badeunfällen

Tod beim Baden

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Foto: Die Rettungskräfte suchten am Südstrand von Wilhelmshaven (Niedersachsen) mehr als drei Stunden nach einem verunglückten Jugendlichen: Der leblose Körper des Jungen wurde schließlich im Watt entdeckt.

Hamburg - Mindestens 14 Menschen sind bei Badeunfällen seit Freitag in Deutschland gestorben. Allein in Niedersachsen kamen innerhalb von zwei Tagen drei Menschen bei Badeunfällen ums Leben.

An den deutschen Küsten sowie in Seen, Schwimmbädern und Flüssen sind bei Badeunfällen in den vergangenen Tagen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das ergab eine dpa-Umfrage bei Polizeidienststellen vom Montag. Zu den Toten zählen Rentner wie Kinder. Außerdem kenterte in Bayern bei einem Sportunfall ein Kanufahrer und ertrank.

Allein in Niedersachsen sind innerhalb von zwei Tagen drei Menschen bei Badeunfällen gestorben, darunter ein Kleinkind. Am Montag gab es zwei tödliche Unfälle in Gewässern: Ein 17-Jähriger aus Sögel wurde tot im Watt in Wilhelmshaven gefunden, nachdem er am Südstrand schwimmen war. In Hannover kam zudem ein 78 Jahre alter Schwimmer beim Baden im Wülfeler Teich ums Leben. In beiden Fällen laufen die Ermittlungen zur Unfall- und Todesursache noch.

Bereits am Sonntag ertrank ein Zweijähriger in einem Schwimmbad in Bad Pyrmont im Weserbergland aus bisher ungeklärten Gründen.

In Hessen starben seit Freitag vier Menschen beim Baden: Der Jüngste war ein Fünfjähriger - das Kind trieb am Sonntag regungslos in einem Nichtschwimmerbecken in einem Freibad in Bad Nauheim. Am gleichen Tag ertrank ein 37-Jähriger in einem See in Biblis. Am Samstag wurde ein 25 Jahre alter Frankfurter tot aus einem Badesee bei Offenbach gezogen.

Am Montag kam eine 72-Jährige bei einem Badeunfall in einem Schwimmbad in Büdingen ums Leben. Vor der Ostseeinsel Poel wurde am Sonntag im Wasser die Leiche eines 67-Jährigen entdeckt.

Fünfjähriger ertrinkt im Freibad

In Baden-Württemberg ging ein fünf Jahre alter Junge in einem Pfullinger Freibad südlich von Stuttgart unter und starb später im Krankenhaus. Im bayerischen Bamberg verunglückte am Samstag ein 17-Jähriger in der Regnitz, nachdem er mit einem Gleichaltrigen in den Fluss gestiegen war.

In Nordrhein-Westfalen ertrank bereits am Freitag ein Mann aus Essen beim Baden in der Ruhr. Rettungskräfte konnten nichts mehr für den 53-Jährigen tun. In Sachsen wurde am Wochenende ein 80-Jähriger tot aus der Talsperre Pöhl im Vogtland geborgen.

In Schleswig Holstein zogen Rettungskräfte einen vermissten 69-Jährigen tot aus dem Großen Schierensee - Taucher hatten die Leiche entdeckt. In Thüringen starb ein 37 Jahre alter Familienvater im Stausee Hohenfelden südöstlich von Erfurt. Polizeitaucher zogen den Mann am Montag tot aus dem Wasser. Er war am Sonntag gemeinsam mit seiner Familie in einem Ruderboot auf dem See unterwegs gewesen. Insbesondere im Bodensee sowie in den Gewässern von Mecklenburg-Vorpommern hatten sich jüngst tödliche Badeunfälle gehäuft.

zys/dpa

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