Unfallstatistik

Besonders viele Verkehrstote in Niedersachsen

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Insgesamt lag die Zahl der Getöteten 2014 aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1950.

Hannover - Die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen ist erstmals nach mehreren Jahren wieder gestiegen. 2014 starben auf den Straßen des Landes 446 Menschen. Besonders auffallend: Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Niedersachsen deutlich höher als im Bundesdurchschnitt.

Im Jahr 2014 starben auf Niedersachsens Straßen 446 Menschen – dies seien 34 oder gut acht Prozent mehr als 2013, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Mittwoch mit. Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr im Straßenverkehr 3368 Menschen getötet, 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt lag die Zahl der Getöteten 2014 aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1950. Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Niedersachsen höher als im Bundesdurchschnitt. Hierzulande lag die Zahl bei 57 Getöteten je eine Million Einwohner, der Bundesdurchschnitt liegt bei 42. Nur Sachsen-Anhalt (61) und Mecklenburg-Vorpommern (58) haben höhere Werte als Niedersachsen.

Die Zahl der Verletzten erhöhte sich in Niedersachsen um mehr als sechs Prozent auf rund 43.400. Als Grund für den Anstieg nannte das Statistische Bundesamt das vergleichsweise milde Winterwetter. Das führe dazu, dass schneller gefahren werde und die Schwere der Unfälle damit zunehme. Der ADAC lässt das als einzige Ursache aber nicht gelten. "Die schwersten Unfälle, die wir in Niedersachsen gerade auf den Autobahnen registrieren, hatten eher mit Übermüdung oder Ablenkung zu tun und nicht mit dem Wetter", sagte Sprecherin Christine Rettig.

Besondere Unfallschwerpunkte in Niedersachsen waren nach Angaben des ADAC die Landstraßen und die viel befahrenen Autobahnen A2 und A7. Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr im Straßenverkehr 3368 Menschen getötet. Dies ist ein Anstieg um 0,9 Prozent. Insgesamt lag die Zahl der Getöteten 2014 aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1950.

dpa/frs

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