Klein, öko, vielfältig

Betriebe laden zum Tag des offenen Hofes

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Foto: Alles Handarbeit: Biobauer Jörge Penk stempelt täglich 600 Eier.

Hannover - Wenn Jorge Penk mit dem Eimer Weizen vorfährt, dann gibt es einen kleinen Aufruhr. Dann drängen sich 750 Hühner am Zaun und weichen Penk auf seinem Weg um den mobilen Hühnerstall in Moringen nicht mehr von der Seite.

Penk verteilt den Weizen auf der mit Kleegras bewachsenen Wiese und sammelt im Stall die Eier ein. 600 Stück produzieren seine Hühner am Tag - streng nach Bioland-Vorschriften. Penk ist einer von nur vier Öko-Betrieben, die am Tag des offenen Hofes teilnehmen.

Ihre nur 17 Hektar Land haben Penk und seine Frau Irmgard vor zehn Jahren übernommen. „Ich bin durch und durch Landwirt, auch wenn ich nicht auf einem Hof geboren bin“, sagt Penk. Irmgard und Jörge Penk haben ihren Traum von einem Bio-Hof wahr gemacht. „Wir sind aber nicht dogmatisch“, betont er. Die Penks produzieren Kartoffeln, saisonales Gemüse wie Salate, Pastinaken und Zwiebeln, sowie Dinkel, Erdebeeren - und die Eier. Auf seinen Stall ist Penk besonders stolz. Wöchentlich wird er auf der Kleegraswiese versetzt, sodass die Hühner wieder frischen Grünauslauf haben. Die Küchenchefs mehrerer Spitzenrestaurants aus der Region würden besonders das satte Gelb der Dotter schätzen, berichtet Penk. „Die f ärben wie Safran, haben mir schon einige Köche gesagt.“

Der Hof der Penks liefert den Beweis, dass man als Landwirt auch mit 17 Hektar ein ausreichendes Familieneinkommen erwirtschaften kann. „Wir sind klein, aber vielfältig.“ Die Penks haben das Netz ihrer Abnehmer selbst aufgebaut. Sie beliefern „hochpreisige Gastronomen“, viele Supermärkte in der Region und verkaufen ab Hof. Besucher können am Sonntag erleben, dass bei den Penks vieles Handarbeit ist - da werden die Kartoffelsäcke für den Supermarkt noch selbst zugenäht.

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