Paketdienst

DHL bietet künftig Paketkasten an

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Wer künftig ein Paket bekommt und nicht zu Hause ist, muss es als Kunde des neuen Service später nur noch aus seinem eigenen Kasten holen.

Bonn - Nach dem Briefkasten kommt nun der Paketkasten: Die Deutsche Post DHL stellt das neue Angebot ab sofort bundesweit allen Kunden zur Verfügung. Wer nicht zu Hause ist, muss dann seine Lieferung nicht mehr bei Nachbarn oder in einer Filiale abholen.

DerPaketkasten kann gekauft oder gemietet werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern. „Der Paketkasten ist die größte Erfindung seit dem Briefkasten“, erklärte Konzernvorstand Jürgen Gerdes. Die Kunden könnten damit genauso einfach und selbstverständlich Pakete zu Hause empfangen wie ihre tägliche Post. Wer künftig ein Paket bekommt und nicht zu Hause ist, muss es als Kunde des neuen Service später nur noch aus seinem eigenen Kasten holen. Der Zusteller hinterlässt in diesem Fall auch eine Benachrichtigung. Der Paketkasten wird mit einem Schlüsselchip geöffnet. Die Kunden können auch vorfrankierte Päckchen oder Pakete direkt versenden: Sie werden dafür von DHL aus dem Paketkasten abgeholt.

Der Paketkasten wird in verschiedenen Größen und Farben angeboten. Die Basisvariante kostet 99 Euro. Zudem kann ein Paketkasten für monatlich ab 1,99 Euro gemietet werden. Das neue Angebot dürfte vor allem für Hausbesitzer auf dem Land oder in Vorstädten interessant sein. Grundsätzlich steht es aber auch Bewohnern von Mehrfamilienhäusern offen, wenn Platz dafür vorhanden ist. DHL hatte das Angebot seit Herbst 2013 in Ingolstadt und im Großraum Bonn getestet. In beiden Regionen waren laut einer Unternehmenssprecherin mehr als 850 Paketkästen im Einsatz.

Der Paketkasten

Wer kann einen Paketkasten bekommen?

Im Prinzip jeder. Das Angebot richtet sich aber vor allem an Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die den Kasten auf ihrem Grundstück aufstellen können. Grundsätzlich müssen auch Bewohner von Mehrfamilienhäusern nicht auf den Service verzichten. Praktisch dürfte dies etwa davon abhängen, ob es überhaupt Platz für einen Paketkasten gibt.

Wie funktioniert der Paketkasten?

Steht der Kasten vor der eigenen Haustür, muss der Service nur noch im Internet auf paket.de aktiviert werden. Kurze Zeit später soll der Service zur Verfügung stehen: Wer also dann bei einer Lieferung nicht zu Hause ist, holt sich diese später einfach aus seinem Paketkasten. Der Kunde wird darüber benachrichtigt, dass ein Paket angekommen ist. Geöffnet wird der Paketkasten mit einem Schlüsselchip. DHL versichert, dass der Kasten sicher sei.

Können Pakete auch verschickt werden?

Ja, frankierte Pakete oder Retouren können über den neuen Kasten auch versendet werden. Dazu muss der Kunde im Internet unter paket.de nur eine kostenlose Paketabholung in Auftrag geben.

Wie viel kostet ein Paketkasten?

Die Basisversion kostet 99 Euro. Allerdings kann es auch teurer werden, wenn der Kasten größer sein soll oder die Farbe gewechselt wird. Auch ein integrierter Briefkasten kann hinzugewählt werden. Zudem muss sich der Käufer entscheiden, ob der Paketkasten an der Hauswand angebracht werden oder frei stehen soll. Wer nicht selbst aufbauen will, kann zudem einen DHL-Partner mit der Montage beauftragen. So kann der Preis mit Extrawünschen auch schnell auf mehr als 500 Euro steigen.

Wer es ganz ausgefallen mag, kann sich auch nach seinen eigenen Wünschen einen Paketkasten bauen lassen. DHL vermittelt Kunden dafür an eine Partnerfirma. Und wer erstmal nicht kaufen will, kann sich einen Kasten auch mieten. Das ist ab 1,99 Euro pro Monat möglich. Doch auch die Miete kann je nach Ausstattung auf mehr als zehn Euro monatlich steigen.

afp

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