Prozess in Lüneburg

BKA-Experte gibt Einblick in Russenmafia

Lüneburg - Ein BKA-Experte hat im Mammutprozess gegen mutmaßliche Mitglieder der Russenmafia in Lüneburg Einblicke in die streng abgeschirmte Parallelgesellschaft gegeben. Die sogenannten "Diebe im Gesetz" seien streng hierarchisch organisiert und hätten ein eigenes Wertesystem, sagte der Ermittler des Bundeskriminalamtes.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sei auch in Westeuropa eine massive Ausbreitung der Russenmafia zu beobachten, berichtete der Kriminalhauptkommissar, der beim BKA unter anderem für organisierte Kriminalität zuständig ist.

Seit Februar müssen sich in Lüneburg sechs Männer verantworten, denen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird. Zwischen 2009 bis 2014 sollen sie insgesamt 15 Straftaten begangen haben, bei denen ein Schaden von rund 450.000 Euro entstand.

dpa

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