„Purple Beach“

Brand auf Frachter in der Deutschen Bucht

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Die Besatzung der „Purple Beach“ hatte Rauchentwicklung in einem der Laderäume des 192 Meter langen Schiffs bemerkt

Cuxhaven - Auf einem Frachter in der Deutschen Bucht vor Helgoland ist ein Brand ausgebrochen. Mehr als 20 Besatzungsmitglieder der „Purple Beach“ kamen vorsorglich in eine Klinik. Zur Brandbekämpfung soll der Laderaum des Schiffes geflutet werden.

Auf dem Frachter „Purple Beach“ in der Deutschen Bucht hat es einen Notfall gegeben, bei dem möglicherweise Düngemittel in Brand geraten ist. Die Besatzung hatte am Montagabend Rauchentwicklung in einem der Laderäume des 192 Meter langen Schiffs bemerkt, teilte das Havariekommando am Dienstag in Cuxhaven mit. Der Laderaum sei abgeriegelt worden, die Besatzung habe Kohlendioxid zum Löschen eingesetzt.

Weil bei Messungen Schadstoffe in der Luft festgestellt wurden, seien die Besatzung und ein Brandbekämpfungsteam vorsorglich zu Untersuchungen in Krankenhäuser geflogen worden, insgesamt mehr als 20 Personen. Es gebe aber keine Berichte über Verletzte. „Es ist nicht klar, was in dem Laderaum passiert“, sagte ein Sprecher des Havariekommandos. Sobald wie möglich solle der Laderaum geflutet werden, um die Temperatur zu senken.

Das Schiff unter der Flagge der Marshallinseln liegt etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland auf Reede. Brandbekämpfer des Havariekommandos und das Mehrzweckschiff „Mellum“ sind im Einsatz. Die DGzRS schickte drei Seenotkreuzer. Das Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. Es übernimmt die Einsatzleitung bei schweren Unglücken auf See.

dpa

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