Tag mit einem schlechten Ruf

Bringt Freitag, der 13., wirklich Unglück?

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- Heute ist wieder ein Freitag, der 13. Es ist gibt abergläubische Menschen, die für diese Tage besonders viel Unglück erwarten und deshalb gleich zu Hause bleiben und sich die Decke über den Kopf ziehen. Aber ist dieser Pessimismus überhaupt gerechtfertigt?

Was ist der Ursprung für das doppelte Unglücks-Omen?

Schon in der Bibel ist der Freitag negativ besetzt. Adam und Eva sollen an diesem Wochentag in den verbotenen Apfel gebissen und so die Sünde in die Welt gebracht haben. Jesus wurde am Karfreitag gekreuzigt. Auch der Aberglauben um die unheilbringende Dreizehn - einst "Dutzend des Teufels" genannt - lässt sich aus der christlichen Tradition ableiten. Beim letzten Abendmahl mit Jesus saßen 13 Menschen am Tisch - der 13. war der Verräter Judas. Der Ruf der Kombination aus Tag und Zahl als besonderer Unheilsbringer ist aber wohl erst in den 50er Jahren aufgetaucht.

Was kann der Aberglauben anrichten?

Auswertungen von Statistiken ergaben, dass an einem Freitag, dem 13., nicht mehr Unfälle passieren als an anderen Freitagen. Dennoch verunsichert der Aberglauben viele Zeitgenossen - und macht einige sogar krank: Paraskavedekatriaphobie nennen Psychologen die panische Angst vor diesem Tag. Der Begriff ist aus dem lateinischen "parasceves" (Vorbereitungstag, meist vor dem Sabbat/Samstag) sowie den griechischen Wörtern "treiskaideka" (Dreizehn) und "phobos" (Furcht) abgeleitet.

Wie oft gibt es Freitag, den 13.?

Pro Kalenderjahr ist es mindestens ein und höchstens drei Mal der Fall. In diesem Jahr folgt auf Freitag, den 13. Februar, der nächste Unglückstag nach der kürzestmöglichen Spanne: schon am Freitag, dem 13. März, ist es wieder soweit. Der dritte und letzte "Pechtag" in 2015 ist dann der 13. November. 2014 fiel nur der 13. Juni auf einen Freitag, 2016 ist es lediglich am 13. Mai der Fall.

dpa

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