Absturz an der A 28

Bürgermeister stirbt bei Flugzeugabsturz

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Foto: Das viersitzige Sportflugzeug war kurz nach dem Start am Sonntag gegen 13.30 Uhr nahe der Autobahn 28 abgestürzt.

Hatten - Bei dem 69-jährigen Piloten, der am Sonntag beim Absturz seines Kleinflugzeugs starb, handelt es sich um den langjährigen Bürgermeister einer Gemeinde im Landkreis Oldenburg. Warum diePropellermaschine nahe der A28 verunglückte, ist weiter unklar.

Die Ursache für den Absturz eines Kleinflugzeugs bei Hatten am Sonntagmittag ist noch unklar. „Wir befinden uns noch ganz am Anfang unserer Untersuchungen“, sagte am Montag der Sprecher der Bundesstelle für Flugzeuguntersuchung (BFU), Jens Friedemann.

Unterdessen bestätigte die Gemeinde Kirchseelte im Landkreis Oldenburg, dass es sich bei dem gestorbenen Piloten um ihren langjährigen Bürgermeister Walter Raem handelt. „Walter Raem war seit fast 14 Jahren Ratsmitglied und vom ersten Tag an Bürgermeister“, so sein Stellvertreter Klaus Stark. Die Fliegerei sei seine große Liebe gewesen. Der Sozialdemokrat sei zudem ein passionierter Motorradfahrer, Jäger und Fußballfan gewesen. Im Mittelpunkt seines politischen und öffentlichen Handelns habe „immer der Mensch“ gestanden, so Stark weiter. „Kirchseelte, unser Dorf, hat einen großen Verlust erlitten.“

Ein Passagier noch in Lebensgefahr

Das viersitzige Sportflugzeug war kurz nach dem Start am Sonntag gegen 13.30 Uhr nahe der Autobahn 28 abgestürzt. Außer dem Piloten saßen drei weitere Insassen in der Maschine. „Nach unseren jetzigen Informationen befindet sich eine Person in Lebensgefahr. Die beiden anderen sind schwer verletzt“, sagte eine Polizeisprecherin gestern. Da ein Flügel auf die Standspur der Autobahn geragt hatte, war diese am Sonntagabend zwischen Oldenburg-Ost und Hatten bis gegen 21.30 Uhr gesperrt.

Die Bundesstelle für Flugzeuguntersuchung, die ihren Sitz in Braunschweig hat, hatte das Wrack zunächst vor Ort mit vier Mitarbeitern untersucht. Mittlerweile sei es geborgen worden, sagte BFU-Sprecher Friedemann. Der Motor werde ausgebaut und zur Untersuchung nach Braunschweig gebracht. „Das heißt allerdings nicht, dass wir unbedingt einen Motorschaden vermuten“, sagte der Sprecher weiter. Es würden auch weitere Details am Flugzeug untersucht. „Außerdem befragen wir Zeugen“, so Friedemann.

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