Sechs Fusionen

Bundesagentur für Arbeit legt Standorte zusammen

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Foto: Die Bundesagentur für Arbeit will in Norddeutschland mehrere Standorte zusammenlegen.

Hannover - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) macht mit ihren Fusionsplänen vom Herbst an auch in Niedersachsen und Bremen ernst. Im Oktober wird die Gesamtzahl der Arbeitsagenturen in Nordwestdeutschland von derzeit 22 auf 16 reduziert, kündigte BA-Regionalchef Klaus Stietenroth am Mittwoch in Hannover an.

Der Umbau soll jedoch keine Auswirkungen auf die Betreuung der Arbeitslosen haben, versprach Stietenroth: „Der Kunde merkt nichts davon.“ Parallel zu den Zusammenlegungen führt die BA die sogenannte elektronische Akte ein, um die Verwaltung effizienter zu machen.

Die sechs Fusionen sind auf verschiedene Regionen verteilt. Zusammengeschlossen werden nach Angaben von Vizegeschäftsführer Klaus Oks die Agenturen Braunschweig und Goslar, Emden und Leer, Lüneburg und Uelzen, Nienburg und Verden, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie Bremen und Bremerhaven.

„Jeder Service wird in jeder Agentur aber weiter angeboten“, betonte Stietenroth. Standorte mit weniger als 90 Mitarbeitern seien in vielen Fällen nicht mehr zu tragen. „Trotzdem geht die BA nicht aus der Fläche, es geht hierbei vor allem um unsere internen Strukturen.“ Ziel sei es außerdem, dass künftig jede Kommune nur noch einen einzelnen Ansprechpartner in der BA hat.

Wegen des geringeren Betreuungsbedarfs infolge der sinkenden Arbeitslosigkeit will die Behörde bis zu ein Fünftel der Stellen einsparen. Wie viele der von BA-Chef Frank Weise ins Spiel gebrachten 17.000 Arbeitsplätze bis 2015 in Niedersachsen und Bremen wegfallen sollen, ist noch nicht geklärt. „Wir machen keine betriebsbedingten Kündigungen“, stellte Stietenroth klar. Stattdessen sollen befristete Verträge auslaufen und Stellen pensionierter Kollegen unbesetzt bleiben.

Insgesamt beschäftigt die Bundesagentur in Niedersachsen und Bremen derzeit rund 8800 Menschen. Die Grundsicherung vieler Jobcenter ist inzwischen in kommunale Trägerschaft übergegangen - etwa ein Viertel wird bereits von Städten und Gemeinden betrieben.

dpa

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