Stürmischer Auftakt

Bundespräsident Gauck eröffnet Kieler Woche

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Foto: Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete am Sonnabend die Kieler Woche.

Kiel - Kiels fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange: Bundespräsident Gauck gab am Samstagabend das Startsignal zur Kieler Woche 2014. Bis 29. Juni werden erneut drei Millionen Menschen zu Nordeuropas größtem Sommerfest erwartet.

Nach dem Start der Kieler Woche herrscht in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt wieder Partystimmung. Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete am Samstagabend mit dem laut dröhnenden Typhonsignal lang-kurz-kurz-lang („Leinen los!") offiziell die Kieler Woche 2014. Bis 29. Juni werden zu dem Sommerfest drei Millionen Besucher erwartet. Gauck betonte, „die große Ausfahrt der Schiffe und Boote, Wind und Wellen, die bewegte See - das alles kündet von Optimismus und Aufbruch, von Weite und Freiheit". Dieser Tage verwandle sich die Stadt in einen einzigartigen Ort der Begegnung. „Die Kieler Woche leistet einen wunderbaren Beitrag zur internationalen Verständigung."Er sprach von einem leuchtenden Signal für Freundschaft und Frieden.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer Völker verbindenden Kraft des Sommerfestes. „Zu Wasser und zu Land treffen sich Menschen aus 70 Nationen. Menschen lernen sich über Grenzen hinweg kennen, begegnen sich, feiern zusammen. Solche Feste stiften Frieden unter den Völkern."

Zufrieden mit dem Auftakt zeigte sich Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska. Bereits seit Freitagabend herrschte großer Andrang - und das bei durchwachsenem Wetter. „Wir kennen das auch unter dem Begriff "Kieler-Woche-Wetter". Das sei ein Mix aus Regen und Sonne bei unterschiedlichen Windstärken. Auch die Kleinen hatten das Fest bereits erobert: Am Nachmittag startete die traditionelle Spiellinie auf der 57 000 Quadratmeter großen Krusenkoppel. Einer der ersten musikalischen Höhepunkte war der Auftritt der österreichischen Pop/Rock-Sängerin Christina Stürmer („Millionen Lichter") am Abend.

Bis zum 29. Juni sind insgesamt 300, zum überwiegenden Teil kostenlose Konzerte auf zahlreichen Bühnen geplant. Angekündigt haben sich neben anderen US-Sängerin Anastacia und Mike & the Mechanics. Fußball spielt auch auf dem nach Veranstalterangaben größten Sommerfest im Norden Europas eine große Rolle. Gleich zum Auftakt am Samstagabend wurden Zehntausende vor Leinwänden in der Innenstadt und am Wasser bei der Übertragung des WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana erwartet.

Gauck kündigte an, das Spiel mit Ministerpräsident Albig ansehen zu wollen. Im Kieler-Woche-Programm stehen mehr als 2000 Veranstaltungen. Ein erster Höhepunkt sollte die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises am Sonntag sein, in diesem Jahr unter anderem an Liberias Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf. Das Sommerfest ist mit mehr als 4500 Seglern aus 50 Nationen die größte Segelregatta der Welt. Maritimer Höhepunkt ist die Windjammerparade mit dem Segelschulschiff „Gorch Fock", dem russischen Viermaster „Kruzenshtern" und 100 weitere Groß- und Traditionsseglern. Zum Abschluss am 29. Juli ist ein Höhen-Feuerwerk über der Kieler Förde geplant.

dpa

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