Traditionsveranstaltung

Celler Hengstparade droht das Aus

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Veranstaltung mit Tradition: Hengstparade in Celle.

Celle - Die traditionsreiche Celler Hengstparade steht vor dem Aus.Die Opposition im Landtag fordert von der Landesregierung deswegen mehr Einsatz für den Erhalt der Schau. Das Celler Landgestüt hatte mitgeteilt, dass es die Parade in diesem September zum vorerst letzten Mal ausrichten will.

„Die hohen Kosten für die Hengstparaden und die durch den Landesrechnungshof auferlegten Sparzwänge haben diesen Schritt erforderlich gemacht“, heißt es auf der Homepage desLandgestüts Celle dazu. Der Rechnungshof hatte im vergangenen Jahr kritisiert, die Zuschüsse des Landes für das Gestüt seien in den vergangenen Jahren rapide angestiegen.

FDP-Fraktionsvize Jörg Bode sagte am Mittwoch:„Niedersachsen ist Pferdeland und das soll es auch bleiben.“ Ohne die Celler Hengstparade fehle eine Veranstaltung, die seit über 100 Jahren auch über die Landesgrenzen hinweg bekannt sei. Die FDP erwarte von der Landesregierung, dass sie alles unternehme, um das Ende der Traditionsveranstaltung zu verhindern.

Die CDU forderte ebenso, dass die Regierung sich für die Hengstparade einsetzt. „Der Schaden, der dem Pferdeland Niedersachsen dadurch entstehen würde, ist nicht zu ermessen“, sagte Fraktionsvize Frank Oesterhelweg. Das Landgestüt und die Hengstparade seien Botschafter des Landes.

Das Landgestüt Celle wurde 1735 auf Erlass von Kurfürst Georg II. von Hannover gegründet. Heute hat es 120 Hengste, 34 Besamungsstationen und 100 Mitarbeiter.

dpa

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