Umstrittene Schwangerschaft einer 65-Jährigen

Charité: Berliner Vierlingen geht es gut

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Foto: Die Mutter der Vierlinge einer ihrer Töchter und Fernsehmoderatorin Birgit Schrowange.

Berlin - Vier Wochen nach ihrer Geburt entwickeln sich die Vierlinge der Berlinerin Annegret R. (65) insgesamt gut. Die Mutter besucht sie täglich: Die Kinder liegen weiterhin in der Berliner Charité.

Das kleine Mädchen, das bereits eine Darmoperation hinter sich hat, wird noch beatmet. Ihre drei Brüder brauchen keine intensive Beatmung mehr. Alle vier Kinder hätten seit ihrer Geburt schon 30 bis 50 Prozent ihres Geburtsgewichts zugelegt, teilte die Berliner Charité am Mittwoch mit.

Neeta, Dries, Bence und Fjonn waren mit zarten 655 bis 960 Gramm und einer Länge von nur 30 bis 35 Zentimetern in der 26. Schwangerschaftswoche geboren worden. Für Wirbel hatte gesorgt, dass auf der Frühchenstation einige andere Kinder an Darmkeimen erkrankten - die Vierlinge sind jedoch gesondert untergebracht. Mutter Annegret R., die sich zunächst in der Klinik vom Kaiserschnitt erholt hatte, ist inzwischen wieder zu Hause und besucht die Kinder täglich.

Die Vierlinge waren vor vier Wochen per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen, nachdem die Wehen eingesetzt hatten. Die Englisch- und Russischlehrerin Annegret R. hatte sich in der Ukraine aus Eizell- und Samenspenden im Labor gezeugte Embryonen einpflanzen lassen.

Sie ist jetzt 17-fache Mutter und siebenfache Großmutter. Den späten Kinderwunsch begründete sie damit, dass sich ihre neunjährige Tochter Lelia ein Geschwisterchen gewünscht habe. Die übrigen zwölf Kinder von Annegret R. sind bereits erwachsen.

dpa

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