Niedersachsens Sozial- und Frauenministerin

Cornelia Rundt wirbt für natürliche Geburten

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Foto: „Ein Kaiserschnitt ist eine Operation - und operiert werden sollte meiner Meinung nach nur in medizinischen Notfällen", sagte Cornelia Rundt.

Hannover - Niedersachsens Sozial- und Frauenministerin Cornelia Rundt (SPD) wirbt für mehr natürliche Geburten. In Niedersachsen komme etwa jedes dritte Baby per Kaiserschnitt auf die Welt, sagte sie am Mittwoch in Hannover. Dies sei jedoch kritisch zu betrachten.

„Ein Kaiserschnitt ist eine Operation - und operiert werden sollte meiner Meinung nach nur in medizinischen Notfällen", sagte Rundt. Bundesweit habe sich die Zahl der Kaiserschnitte in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Niedersachsen liege 33,2 Prozent Geburten per Kaiserschnitt knapp über dem Bundesdurchschnitt.

Rundt verwies auf neue Studien, denen zufolge sich die Operation auch auf Neugeborene auswirkt: Sie hätten häufiger Atemstörungen und litten im Laufe ihres Lebens häufiger an Asthma, Allergien oder Diabetes.

„Es gibt gute Gründe, die heutige Kaiserschnittpraxis zu hinterfragen“, unterstrich die Ministerin. Zu diesem Zweck hat das Sozialministerium einen neuen Flyer mit dem Titel „Bauchgefühl“ herausgebracht. Er soll in einer Auflage von 50.000 Exemplaren von gynäkologischen Praxen und Hebammen an schwangere Frauen in Niedersachsen verteilt werden. Für Druck und Konzept wendete das Ministerin rund 14.000 Euro auf.

epd

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