Hildesheim

Datenspione vor Gericht

Hildesheim - Mit Minikameras spähten zwei Männer die Bankdaten von rund 1000 Konten aus und erbeuteten so rund 140.000 Euro. Nun stehen sie in Hildesheim vor Gericht. Ihnen droht eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren.

Mit Minikameras sollen zwei 21 und 31 Jahre alte Männer Bank- und Fahrkartenautomaten ausgespäht haben. Seit Freitag stehen die Männer vor dem Hildesheimer Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, als Mitglieder einer international operierenden Bande die Bankdaten von rund 1000 Konten ausgespäht und damit rund 140.000 Euro erbeutet zu haben. Sie sollen zwischen April und Oktober 2013 Automaten in Hannover, Gifhorn, Uelzen, Celle und Gütersloh manipuliert haben.

„Verwertet wurden die Bankdaten in Slovenien“, erläuterte Staatsanwalt Markus Brandt. Mittäter hätten von den Bankdaten Dupletten hergestellt und für Bankabhebungen und Wareneinkäufe genutzt. Den Tätern drohen Gefängnisstrafen bis zu zehn Jahren.

dpa

Kommentare