Weihnachten

... denn sie wissen, was sie schenken

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Foto: Erinnerungen, Emotionen, Erlebnisse: Bücher stehen auf Platz eins der Bescherungsliste.

Hannover - Sie wissen noch nicht, was Sie Familie und Freunden zum Fest unter den Weihnachtsbaum legen werden? Die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young schon!

Bald, ihr Kinder, wird’s was geben. Denn bald, die Lebkuchenpackungen im Supermarktregal kündigen es an, ist Weihnachten. Die Lebkuchenzeit ist auch die Zeit, in der Kinder beginnen, Wunschzettel zu schreiben. Und sich ausmalen, dass das in Krakelschrift oder bunten Farben beworbene Geschenk am Heiligen Abend auch wirklich unter dem Baum liegt.

Kinder hoffen, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young (EY) aber weiß Bescheid. In einer repräsentativen Umfrage hat EY 1500 Menschen gefragt, welche Weihnachtsgeschenke sie kaufen werden. Weiter sollten die Befragten angeben, wie viel sie insgesamt auszugeben planen und, wo ihnen die Ideen gekommen sind. Eine Frage, die sich einige Beschenkte an Heiligabend auch stellen werden.

Das wollen die Deutschen 2013 schenken

  1. Bücher, 51 Prozent
  2. Gutscheine / Geld, 44 Prozent
  3. Kleidung, 43 Prozent
  4. Spielwaren, 39 Prozent
  5. Lebensmittel /Süßigkeiten, 36 Prozent
  6. CDs / DVDs, 35 Prozent
  7. Kosmetika, 33 Prozent
  8. Unterhaltungselektronik, 32 Prozent
  9. Schmuck, 31 Prozent
  10. Veranstaltungsbesuche, 28 Prozent

Das Ergebnis ist beachtlich, wird aber wohl nicht jeden der bald Beschenkten erfreuen. Auf Platz eins der Bescherungsliste stehen nicht etwa Spielzeug, Flatscreens, Smartphones oder eine Reitbeteiligung. Mehr als die Hälfte der Befragten wird zu Weihnachten Bücher verschenken. Im Durchschnitt gibt jeder Deutsche 33 Euro für Lesestoff aus. Mit einigem Abstand folgen Geldgeschenke, Gutscheine und Kleidung. Erst danach kommen Spielwaren. Und noch später Unterhaltungselektronik, wozu auch Smartphones gehören.

Beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels blickt man mit Vorfreude auf den künftigen Gabentisch. Bücher seien ein großartiges Weihnachtsgeschenk, denn Menschen würden mit Büchern Erinnerungen, Emotionen und Erlebnisse verbinden, sagt Sprecherin Claudia Paul. „Ein passendes Buch zu verschenken setzt voraus, dass ich mich mit dem Empfänger beschäftigt und mir Gedanken gemacht habe.“Die meisten Bücher liegen auch wirklich unter dem Baum, gedruckt, aus Papier. Denn im vergangenen Jahr machten E-Books nur 2,4 Prozent des Publikumsmarkts aus. Ob die vielen Romane und Sachbücher unter dem Baum auch wirklich gelesen werden, ist nicht erforscht.

Eine gute Nachricht hat die Studie für alle Freunde von teuren Geschenken. So sollen die Ausgaben zu diesem Weihnachtsfest höher ausfallen als in den vergangenen fünf Jahren. Die meisten Geschenkideen kommen den Befragten übrigens beim Schaufensterbummel in der Stadt. Diese Inspirationsquelle liegt mit 36 Prozent noch deutlich vor dem Internet (28 Prozent).

Ernst&Young weiß um das Risiko, das die Geschenkeauswahl bergen kann. Also geben Wirtschaftsfachleute die Studie nur unter Vorbehalt heraus. Die Publikation sei kein Rat fürs richtige Geschenk, sondern lediglich eine „unverbindliche Information“. „Bei jedem spezifischen Anliegen sollte ein geeigneter Berater zurate gezogen werden.“ Oder der Wunschzettel.

Gerd Schild

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