„Wiesn“

Deutschland bei Oktoberfest zweigeteilt

+
Nicht jedermanns Sache: Das Münchener Oktoberfest wollen nicht alle Deutschen besuchen.

München - Was das Oktoberfest in München anbelangt, ist Deutschland zweigeteilt: Während 42 Prozent der Deutschen sich einen Besuch auf der Wiesn durchaus vorstellen können, lehnen 43 Prozent den Trubel rund um Dirndl, Bier und Fahrgeschäfte komplett ab.

„Sie waren noch nie dort und haben auch kein Interesse daran“, heißt es in einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos, die am Mittwoch wenige Tage vor dem Wiesnstart veröffentlicht wurde. Vor allem die Berliner sind eher kritisch. Mehr als jeder dritte Hauptstädter findet das Oktoberfest der Umfrage zufolge zu volkstümlich. Immerhin: Ein Drittel der Deutschen war schon mal da - und ganze drei Viertel der Bayern.

Allerdings gibt es auch Klagen, vor allem über zu viele Betrunkene und zu hohe Preise. 62 Prozent der Befragten fanden 9,20 bis 9,50 Euro für eine Maß, also einen Liter, Bier zu teuer. Nicht jeder kann sich das leisten. Menschen mit höherem Einkommen gönnen sich laut Umfrage deshalb auch häufiger einen Besuch als Leute mit knappem Haushaltsbudget.

Trotzdem ist die Wiesn mit jährlich rund sechs Millionen Besuchern ein Publikumsmagnet. Allein 13 Prozent der Deutschen könnten sich vorstellen, das Oktoberfest in diesem oder im nächsten Jahr zu besuchen, schreibt Ipsos. Und wer an die Isar reist, hat auch gerne das richtige Outfit dabei: Ein Viertel würde Dirndl, Trachtenhemd und Lederhose mitnehmen.

dpa

Kommentare