33-jähriger Vogel in Sachsenhagen

Deutschlands ältester Storch?

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Der 33-jähriger Weißstorch in der Wildtierstation Sachsenhagen. Es handelt sich hierbei, nach Einschätzungen des Leiters der Wildtierstation, vermutlich um den ältesten Storch Deutschlands.

Sachsenhagen - Ein wahrer Methusalem wird derzeit in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen im Kreis Schaumburg gepflegt: Ein mindestens 33 Jahre alter Weißstorch.

Ein wahrer Methusalem wird derzeit in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen im Kreis Schaumburg gepflegt: Ein mindestens 33 Jahre alter Weißstorch. Nach seinen Informationen gebe es kein älteres Exemplar, sagte der Leiter der Station, Florian Brandes, am Mittwoch. „Es handelt sich vermutlich um den ältesten Storch Deutschlands“, glaubt auch der Weißstorch-Experte der Naturschutzorganisation NABU, Hans Jürgen Behrmann.

Der Storch war im Jahr 1979 beringt worden. Ein schmaler Reif mit kaum noch lesbarer Prägung am Bein trägt die Nummer 70026. „Damals war er schon erwachsen“, sagte Brandes. „Er ist also wohl noch mindestens ein Jahr älter als 33.“

Nach Aufzeichnungen des niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) habe der Vogel 1979 und dann bis zu seiner Freilassung in den 1990er-Jahren bei einem privaten Storchenhalter im Kreis Nienburg gelebt, sagte Brandes. Wo das Tier sich seither aufgehalten habe und ob es regelmäßig in den Süden gezogen sei, sei unklar. NABU-Experte Behrmann vermutet, dass der Storch in Deutschland gehalten wurde und entkommen ist.

Im August dieses Jahres wurde der Vogel in Eitzendorf im Kreis Nienburg entdeckt. Er hing mit einem Bein an einem Dach fest und musste befreit werden. Weil er sich erheblich verletzt hatte, wurde er in die Wildtierstation gebracht, wo er seither betreut wird.

Vermutlich werde das Tier bis an sein Lebensende in Sachsenhagen bleiben, sagte Brandes. Der Storch sei zwar trotz seines hohen Alters in einem guten Allgemeinzustand. Die Verletzung am Bein behindere ihn aber beim Gehen so sehr, dass er wohl nicht wieder in die Freiheit entlassen werden könne.

dpa

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