Nachhaltig schenken

Diese Geschenke überdauern das Fest

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- Verschenken kann man zu Weihnachten viel, doch die Freude über Süßigkeiten, Socken oder Scherzartikel überdauert nicht mal einen Winter. Mit nachhaltigen Geschenken ist das anders. Sie halten manchmal sogar ein ganzes Leben.

Jeder kann sie erzählen. Die Geschichte von der Oma mit den Socken, der Arbeitskollegin mit den Scherzartikeln oder dem Onkel mit der Mandelmischung, gegen die man allergisch ist: Unnütze Geschenke verschlingen laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung jährlich 5 Milliarden Euro. Das sind zum Beispiel Kosmetikprodukte, Dekoartikel oder Schokolade.

Die Deutschen wollen in diesem Jahr laut einer Umfrage des statistischen Bundesamtes 219 Euro pro Person für Weihnachtsgeschenke ausgeben, laut dem Einzelhandel liegen die geplanten Ausgaben sogar bei 447 Euro – Schrottwichteln und Verlegenheitsgeschenke inklusive. Da kommt eine Menge zusammen: Der Handelsverband Deutschland erwartet Weihnachtsumsätze in Höhe von insgesamt rund 85,5 Milliarden Euro.

Volkswirtschaftler haben das Problem des Schenkens schon seit Jahren im Blick. Das Grundproblem ist nämlich: Man verschenkt das, was der andere nicht hat – aber unter Umständen deshalb, weil er das jeweilige Produkt überhaupt nicht haben will. Der amerikanische Ökonom Joel Waldfogel formuliert es drastischer: „Wir alle bekommen Weihnachten Dinge geschenkt, die wir überhaupt nicht brauchen oder die wir erst als sinnvoll erkennen, nachdem wir uns bis zur letzten Seite der Gebrauchsanleitung durchgekämpft haben.“

Weil man selbst am besten wisse, was man wolle, sei es nahezu unmöglich, dem Beschenkten mit einem Geschenk den Nutzen zu bescheren, den er sich mit der entsprechenden Geldsumme hätte selbst erfüllen können. In einem Versuch fand Waldfogel heraus, dass den Beschenkten im Schnitt die Präsente nur 66 Prozent dessen wert waren, was die Schenkenden dafür bereitwillig ausgegeben hatten.

Schenken vernichtet nach Berechnungen des Wirtschaftsexperten ein Drittel des Warenwerts. Denn die Produktion von Geschenken kostet Geld, und dieser Wert verpufft, wenn die Geschenke ungenutzt im Schrank liegen. Der Wohlfahrtsverlust ist auch deshalb besonders hoch, weil Weihnachtsgeschenke meist Schnellkäufe sind – damit ist die Wahrscheinlichkeit, etwas Sinnvolles zu schenken, noch geringer. Damit das nicht passiert, gibt es an dieser Stelle eine Zusammenstellung nachhaltiger Geschenke. Sie sind sinnvoll, umweltfreundlich – und im Fall einer Patenschaft oder Sachspende können sie sogar ein ganzes Leben verändern.

Von Sabrina Mazzola

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