„Horst-Schimanski-Gasse“

Eine Straße für den Kult-Kommissar

+
Schauspieler Götz George als Kommissar Horst Schimanski. Der Duisburger Stadtteil Ruhrort will eine bislang namenlose 25 Meter lange Durchfahrt auf den Namen der Kultfigur taufen lassen.

Duisburg - Als Kult-Kommissar rüpelte Horst Schimanski im ARD-„Tatort“durch Duisburg. Jetzt wollen Lokalpolitiker den Namen im Straßenbild verewigen - eine 25 Meter lange Gasse soll nach „Schimmi“benannt werden.

Der Duisburger Stadtteil Ruhrort will eine bislang namenlose 25 Meter lange Durchfahrt „Horst-Schimanski-Gasse“ taufen. Zahlreiche Schauplätze am Duisburger Binnenhafen waren in den ARD-„Tatort“-Krimis mit Götz George als „Schimmi“ zu sehen. Dieses Erbe müsse gepflegt werden, findet Margret Fink von der Wählergruppe „Deine Stimme", die den Vorschlag in die Bezirksvertretung einbrachte. „Der Name könnte helfen, das Negativ-Image der Stadt aufzupolieren“, sagte Fink. Eine Mehrheit der Bezirksvertreter hatte auf ihren Vorschlag hin in der vergangenen Woche für den Benennung der Straße nach der Fernsehfigur gestimmt.

Ob der neue Name rechtlich möglich ist, prüft die Stadtverwaltung allerdings noch. Das sagte ein Stadtsprecher am Montag. Im vergangenen Jahr war die Idee, die Straße als „Schimmi-Gasse“ eintragen zu lassen, am Nein des Baurechtsamtes gescheitert. Eine Gruppe strickender Duisburger hatte damals ein Straßenschild aus Wolle angebracht, um für den neuen Namen einzutreten.

Die Verwaltung sperrte sich jedoch gegen einen offiziellen Eintrag des Namens ins Straßenregister. Das Baurechtsamt befürchtete Urheberrechtsverletzungen sowie Verwechslungsgefahr mit einem weiteren berühmten „Schimmi“ aus dem Ruhrgebiet, dem ehemaligen Fußballnationalspieler Horst Szymaniak. Die Verwendung von Kunstnamen widerspreche außerdem den Vorgaben, hieß es.

Einige der Bedenken sieht die Bezirksvertretung mit dem neuen Vorstoß ausgeräumt. So habe die Filmproduktionsfirma Bavaria, die die Rechte an „Schimanski“ hält, keinerlei urheberrechtliche Einwände.

dpa

Kommentare