Schülerausflüge enden tragisch

Eine Tote und Dutzende Verletzte bei zwei Busunglücken

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Foto: Am Sonntag krachte ein dänischer Doppeldecker-Reisebus mit 55 Insassen in München gegen eine Bahnunterführung.

München - Sie wollten einen Schulausflug machen – aber dann waren 87 von ihnen verletzt und eine Begleiterin tot: Ein Bus mit einer polnischen Schulklasse ist auf der A9 umgekippt, ein zweiter mit dänischen Jugendlichen in München gegen eine Unterführung gekracht.

Die Busfahrten einer polnischen und einer dänischen Schülergruppe haben am Wochenende in Oberbayern ein tragisches Ende genommen. Beide verunglückten - eine Begleiterin kam ums Leben, 87 Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt.

Ein Reisebus mit einer Schulklasse aus Breslau war am frühen Samstagmorgen auf der A9 bei Ingolstadt nach einem Überholvorgang in die Böschung gefahren und umgekippt. Bei dem Unfall kam eine 37-jährige Frau ums Leben. Eine 13- und eine 16-jährige Schülerin wurden so schwer verletzt, dass sie per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurden. 35 Bus-Insassen erlitten mittelschwere oder leichte Verletzungen.

Der Bus mit 45 Jugendlichen war auf dem Weg nach Frankreich gewesen. Die meisten konnten am Abend mit einem Charterflugzeug, das das polnische Generalkonsulat organisierte, nach Polen zurück fliegen, einige wurden von Angehörigen abgeholt - die beiden sehr schwer verletzten Mädchen und vier weitere Jugendliche waren am Sonntag aber noch im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft ließ den Fahrtenschreiber sicherstellen und gab ein technisches Gutachten in Auftrag, um die Unfallursache zu klären. Der Fahrer war nicht betrunken - ob er übermüdet war, sollen Zeugenaussagen klären, wie ein Polizeisprecher sagte.

Am Sonntag krachte ein dänischer Doppeldecker-Reisebus mit 55 Insassen in München gegen eine Bahnunterführung, die für ihn zu niedrig war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Dach aufgerissen und fünf Meter nach hinten geschoben. Laut Feuerwehr wurden 40 Jugendliche verletzt - eine 17-Jährige schwer. Sie wurde mit Verdacht auf Schädel- und Wirbelsäulenverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die meisten anderen kamen mit Schocks, Prellungen und Schürfwunden davon.

dpa

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