Cloppenburg

Elfjähriger Junge wieder aufgetaucht

Cloppenburg - Diesen Schrecken werden die Eltern ihr Leben lang nicht vergessen: Ein Elfjähriger aus dem Kreis Cloppenburg hat die Polizei in Atem gehalten, weil er bei einem Freund übernachtete. Die Eltern meldeten ihr Kind als vermisst - erst 24 Stunde später konnten sie aufatmen.

Ein elf Jahre alter Junge aus dem Kreis Cloppenburg hat seine Eltern und die Polizei am Wochenende in Atem gehalten: Der Junge aus der 8000-Einwohner-Gemeinde Essen kehrte am Samstagnachmittag nicht vom Spielen im Ort zurück. Die Eltern meldeten ihr Kind als vermisst. Polizisten und eine Hundestaffel suchten in der Nacht mehr als sieben Stunden vergeblich nach dem Jungen. Erst fast 24 Stunden später konnte die Polizei Entwarnung geben: Der Junge sei bei einem Freund gewesen, sagte ein Beamter. Warum das Kind ausbüxte und nicht nach Hause ging, wurde zunächst nicht bekannt.

Eine Hundestaffel der Feuerwehr aus dem rund 90 Kilometer entfernten Lemwerder hatte in der Nacht mehr als sieben Stunden lang nach dem Jungen gesucht. Die Experten waren am Samstagabend um Mitternacht alarmiert worden. Am Nachmittag hatte der Junge noch mit Freunden im Ort gespielt und sich gegen 16.30 Uhr auf den Heimweg gemacht. Danach verlor sich seine Spur zunächst.

Bei der Suche nach dem Jungen wurde ein sogenannter Mantrailer-Hund mit einem Kleidungsstück auf die Geruchsspur des Kindes angesetzt. „Wir hatten eine Spur, die der Hund verfolgt“, sagte Lars Prössler von der Freiwilligen Feuerwehr Lemwerder. Die Spur habe von einer Apotheke, an der der Junge zuletzt gesehen worden war, bis zu einem etwa ein Kilometer entfernten Camping-Platz geführt. „Da verlief sie sich.“

Auch der Vater des Jungen sei an der Suche beteiligt gewesen. „Er war schon recht aufgebracht“, sagte Prössler. Die Mutter sei während der Aktion zu Hause gewesen und habe auf die Geschwister des Elfjährigen aufgepasst.

Der Weg, den der Hund nachspürte, führte auch über eine Brücke über den Fluss Hase und dann bis zum Campingplatz am Wasser entlang. Neben dem Mantrailer waren zwölf weitere Hunde im Einsatz. Sie durchsuchten nach Angaben des Feuerwehrsmannes jede Straße im Ort und wurden auch durch Vorgärten geführt, um nach dem vermissten Jungen zu suchen. Erst am Sonntagnachmittag konnten tauchte das Kind wieder auf. „Die Umstände seiner Abwesenheit werden zur Zeit noch ermittelt“, hieß es dazu von der Polizei.

dpa

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