Streit in Hamburg

Entscheidung zur Elbphilharmonie kommt bis Weihnachten

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Foto: Wie geht es weiter mit der Elbphilharmonie? Eine Entscheidung darüber soll bis Weihnachten fallen.

Hamburg - Im Streit um die Hamburger Elbphilharmonie will der SPD-Senat in Kürze über die weiteren Bauarbeiten entscheiden. „Es wird vor Weihnachten Entscheidungen darüber geben, wie wir das weitermachen - teuer wird es in jedem Fall, entweder allein oder mit Hochtief“.

Das sagte Bürgermeister Olaf Scholz am Samstag auf dem Hamburger SPD-Landesparteitag. Fest stehe aber, dass das Gebäude fertiggestellt werde. „Den Dilettantismus vom Anfang werden wir nicht fortsetzen.“ Die SPD werde das „verfahrene Projekt“ mit „Ruhe, Klarheit und absoluter Entschiedenheit“ in die Zukunft führen.

Kritiker machen den ehemaligen Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) für viele Fehlentwicklungen bei dem Vorhaben verantwortlich. Der CDU-Politiker hatte erklärt, er trage zwar politisch die Verantwortung, habe aber weder „vorsätzlich noch fahrlässig“ gehandelt.

Bereits im April 2007 wurde der Grundstein für das spektakuläre Konzerthaus gelegt. Die Stadt und der Baukonzern Hochtief streiten sich seit Jahren wegen Kostenexplosionen und Bauverzögerungen. Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile müssen die Steuerzahler mindestens 323 Millionen Euro aufbringen. Schätzungen zufolge werden die Kosten jedoch eher bei 500 Millionen Euro liegen. Als Eröffnungstermin wurde zuletzt Frühjahr 2016 genannt.

dpa/sag

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